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  Nachrichten aus australischer und neuseeländischer Wissenschaft und Forschung
  [08.07.2010] Fern sehen - Studieren in Down Under ganz nah auf Ranke-Heinemann TV
  [15.06.2010] Down UNIder - Magazin von Studenten für Studenten - neue Ausgabe erschienen
  [07.06.2010] Neue Erkenntnisse in der Bakterienforschung zur Verbesserung von Implantaten
  [11.03.2010] Fähigkeit zur Gesichterkennung liegt in unseren Genen
  [24.02.2010] Forscherteam macht wichtige Entdeckung für die nächste Solarzellengeneration

  > Auslandsstudium Australien / Neuseeland > Erfahrungsberichte > Benjamin Bluhm
Ich habe für zwei Semester in Perth an der UWA ein study abroad programm im Bereich BWL absolviert, nachdem ich mein Grundstudium in Hamburg abgeschlossen hatte. Die Zulassungsbedingungen fuer SA an der UWA sind recht locker, man muss einen TOEFL-Test mit mindestens 213 Punkten vorweisen und einen Notendurchschnitt im Vordiplomszeugnis von mindestens 3.0. Dazu kommen noch die Studiengebühren von etwa A$ 7500,- pro Semester.
Ich habe hauptsächlich Fächer im Bereich Finance studiert, pro Semester habe ich vier Fächer besucht. Wer seine Kenntnisse im Bereich Corporate Finance und Investment Finance vertiefen möchte, ist an der UWA an der richtigen Adresse. Es gibt ein breites Angebot an Faechern in diesen Bereichen, wie z.B. Derivatives (pricing and hedging strategies)/ Investment Analysis/ Trading in Securities Markets/ Introduction to Finance/ International Finance, um nur einige der angebotenen Faecher zu nennen. Man kann natürlich auch Fächer in anderen Bereichen wie z.B. Marketing, Accounting oder Economics belegen. In den meisten Fächern setzt sich die Gesamtnote aus mid-semester Test oder Hausarbeit (30-40%) und End-Klausur (60-70%) zusammen, manchmal wird auch noch die Mitarbeit in Tutorien bewertet, die es kursbegleitend fuer jedes Fach gibt. Neben der kursrelevanten Fachliteratur, muss man sich darauf einstellen, viele Studien und Analysen anderer Universitäten zu lesen und zu verstehen. Die Klausuren bilden dann eine Kombination aus rechnerischen und inhaltlichen Fragestellungen.
Die Kurse sind sehr interessant, weil viele Beispiele von internationalen Unternehmen und von Finanzmärkten unterschiedlichster Regionen in die Vorlesung eingebracht werden. Wenn man die Vorlesungen besucht, hat man das Gefühl, zu wissen, wofür man Dinge lernt. Man hat das Gefühl, dass man das vermittelte Wissen später einmal in den Beruf einbringen kann.
Um in den Fächern gut abzuschneiden, muss man schon einge Zeit zum Studieren aufwenden, dennoch ist es im Vergleich zu deutschen Universitäten etwas weniger.
Es ist auf jeden Fall möglich alle Fächer zu bestehen und nebenher noch ein gute Zeit zu verbringen mit Freunden, Sport, Reisen und allem was sonst noch dazu gehoert.
Neben den akademischen Kursen hat die Universität ein breites Angebot von freiwilligen Aktivitäten, wie z.B Surfkurse, Tauchkurse und Tauchtouren und Reisen in Westaustralien. Die Universität hat ihre eigene Tennisanlage, Squashplätze, Schwimmbad und ein eigenes Fitnessstudio.
Mir hat besonders gut gefallen, dass die Uni direkt am Swanriver gelegen ist, man kann zwischen Vorlesungen gut auf den weiträumigen Grünflächen am Fluss mit einem Milchshake aus dem nahegelegenen Cafe ausspannen. Auch in der Uni gibt es diverse Grünflächen mit Bäumen und Palmen, die im Sommer Schatten spenden. Fast alle Fakultäten sind auf dem Unigelände am Swanriver gelegen und die Bibliothek bildet das Zentrum des Unigeländes. Die Bibliothek hat eine eigenen outdoor-Bereich, wo man das Studieren mit dem schönen Wetter verbinden kann.
Im ersten Semester habe ich in einem der fünf Colleges (eine Art Studentenwohnheim) gewohnt, die der Universität angeschlossen sind. Es war dort sehr leicht, andere Studenten kennenzulernen und letztendlich habe ich im College meine besten Freunde gehabt. Es sind dort nicht nur Australier, sondern Studenten aus aller Welt, so dass ich nun Freunde in unterschiedlichsten Erdteilen habe, wie z.B. Singapur, Indien, Kenia, Schweden, Italien, Kanada und natürlich Australien.
Im zweiten Semester habe ich dann mit einer Bekannten ein Haus angemietet, auch nur fünf Minuten Fussweg von der Uni entfernt. Es ist kein Problem ein WG-Zimmer in Uni nähe zu finden oder mit Freunden ein Haus anzumieten, und es ist deutlich billiger und komfortabler, als im College zu wohnen.
Wenn man in Uni nähe wohnt, dann ist es auch nur 10-15 Minuten mit dem Bus zu Perth´s Cottesloe
Beach, der meistbesuchte Strand in Perth. Das Wetter in Perth ist so gut, dass man von November bis Mai fast täglich zum Strand gehen kann, was für mich oft eine willkommene Entspannung nach der Uni war.
Wenn man dann immer noch nicht genug von Sommer, Sonne und Strand hat, bietet es sich an in den Semesterferien im Juli in den Norden zum Nigaloo Reef zu reisen, etwa 1000km noerdlich von Perth. Dort ist das Wetter auch zu dieser Jahreszeit hervorragend und die Unterwasserwelt am Riff ist faszinierend.
Insgesamt hat Perth einen sehr hohen Freizeitwert, weil man wegen des guten Wetters und der vielen Natur einfach die meisten Aktivitäten nach draussen verlegen kann. Sehr zu empfehlen, ist ein BBQ mit Freunden am Swanriver (BBQ-Plätze gibt fast überall, wo man sich ein gutes BBQ vorstellen kann) oder ein Abend im Ocean Beach Hotel mit Blick auf den Sonnenuntergang im Indischen Ozean.

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© by Institut Ranke-Heinemann - Studium/Studieren in Australien und Neuseeland, 2010