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  [15.06.2010] Down UNIder - Magazin von Studenten für Studenten - neue Ausgabe erschienen
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  [24.02.2010] Forscherteam macht wichtige Entdeckung für die nächste Solarzellengeneration

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Ankunft und erste Tage:
Für viele, und ich schließe mich ein, sind besonders die ersten Tage in einer neuen Stadt eine ziemliche Hürde. Man ist allein, kennt niemanden, kennt sich in der Stadt nicht aus, einfach so viele kleine Dinge, an die man vorher nicht denkt: Wo ist der nächste Supermarkt? Was hat wann geöffnet? Welcher Bus fährt wann wohin (besonders in Sydney ein Chaos!)
Aber auch wenn es am Anfang hart ist – keine Sorge, man lernt sehr schnell nette Leute kennen und alle sind sehr hilfsbereit, die Australier sowieso und die anderen internationalen Studenten auch, die stecken ja in derselben Situation. Gleich am 2.Tag nach meiner Ankunft fand abends das Treffen der Ranke Heinemann Regionalgruppe Sydney statt, was mir sehr geholfen hat. Ich habe dort tolle Leute kennen gelernt, mit denen ich das ganze Semester über eng befreundet war und immer noch bin. Das war eine große Stütze – besonders zu hören, dass andere Leute dieselben Anfangsprobleme hatten. Sich mit anderen darüber auszutauschen hilft am meisten.

Viele von Euch haben sicher gehört, dass der australische Akzent der absolute Horror sei – um ehrlich zu sein, das stellt das geringste Problem dar! Denn in Sydney trifft man nicht wirklich oft auf „echte“ Aussies. Generell gilt: Hier leben Leute aus allen Teilen der Welt, und man lernt schnell die verschiedensten Akzente zu verstehen (besonders asiatische!). Die Sprachhürde ist also nicht so gewaltig wie mancher vielleicht denkt.

Für die ersten Tage ist natürlich auch ein gutes Hostel wichtig, damit man sich in der neuen Umgebung wohl fühlen kann. In Sydney sind das „Wake Up!“ und das „YHA Sydney“ besonders zu empfehlen – etwas teurer als so manches kleine Hostel, dafür aber auch bedeutend sicherer und sehr sauber! Mit YHA und ISIC Karten gibt’s außerdem meistens ca. $1 Rabatt pro Nacht.

Neues Land, neue Handynummer! Erstmal schwer, den Überblick zu bekommen, aber generell ist Vodafone führend und am günstigsten. Für $30 bekommt man die Sim Prepaid Karte mit ebenfalls $30 Guthaben. Man kann die Vodafone Karten fast überall kaufen: In Convenience Stores, im Supermakrt, in Hostels, im Vodafone shop selbst. Dann gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, die Karte aufzuladen wenn das Guthaben weg ist. Gut ist für Vieltelefonierer das Aufladen mit $49, denn man bekommt dafür $230 Guthaben, das einen Monat gilt, und 20 Freiminuten weltweit (bei akutem Heimweh). Lädt man mit $30 auf bekommt man diese $30 als Guthaben und 60 SMS weltweit umsonst.
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Public Transport:
Ja, das ist so eine Sache in Sydney. Als Deutscher ist es schwer sich dran zu gewöhnen, aber: Die Busse kommen NIE nach Plan. Selbst die Züge sind meistens zu spät oder zu früh dran (beides kann sehr ärgerlich sein!). Außerdem muss man dem Busfahrer winken, damit er auch anhält und einen mitnimmt. Tut man das nicht, fährt der Bus einfach an einem vorbei. Die Haltestellen haben fast nie Namen und werden daher auch nicht ausgerufen. Generell gibt es ungefähr doppelt so viele Haltestellen auf einer Strecke wie in Deutschland, daher ist es nicht wirklich schlimm, einen Stopp zu verpassen.

Achtung, nur Exchange students bekommen Rabatt auf Public Transport! Study Abroad Studenten müssen überall den vollen Preis bezahlen, was sehr aufs Geld geht. Nutzt man täglich den Bus o.ä. um beispielsweise in die Uni zu kommen, so empfiehlt sich ein Travelpass. Das ist ein Wochenticket für Bus und Bahn. Es gibt dieses Ticket in verschiedenen Farben, je nachdem wie weit man fahren muss. Wohnt man in einem inner suburb (sehr wahrscheinlich für Euch) braucht man den Red Travelpass ( $32 pro Woche ).
Nutzt man die öffentlichen Verkehrsmittel nicht ganz so regelmäßig ist ein Travelten günstiger: Das ist ein Ticket für 10 Fahrten und hat keine begrenzte Gültigkeitsdauer wie der Travelpass. Der blaue Travelten für die inner suburbs kostet $12.
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Wohnungssuche: Wo? Was? Wie?:
Generell ein guter Tipp: Nehmt Euch Zeit und zieht nicht gleich in die erstbeste Wohnung ein! Es kommen hunderte neue Studenten pro Semester nach Sydney, die Konkurrenz ist zu Semesteranfang besonders groß und das Angebot begrenzt. Man sollte sich Zeit lassen und so viele Wohnungen wie möglich anschauen, bevor man eine Entscheidung trifft.

Die Zeitung ist eine Möglichkeit, aber meiner Meinung nach nicht unbedingt die beste, denn auf eine Anzeige antworten im Durchschnitt zu Semesteranfang 50 Bewerber wie ich bei meiner eigenen Wohnungssuche erfahren habe.
Gute Alternativen sind die schwarzen Bretter der UTS (University of Technology, Towerbuilding am Broadway), und der University of Sydney.

Am sichersten sind Mietverhältnisse über Real Estate Agencies, denn dort hat man einen Vertrag und einen Beweis, dass man Kaution bezahlt hat, usw. Außerdem werden Reparaturen im Haus übernommen. Die Mehrzahl der WGs wohnt in Häusern, die von Real Estate Agencies betreut werden. Ein Tipp: Gebt kein Geld raus ohne es nicht irgendwie schriftlich festzuhalten, sonst seht ihr im schlimmsten Fall keinen Cent wieder.

Generell wird in Australien pro Woche oder pro fortnight (14Tage) vermietet, das bedeutet man zahlt entweder jede Woche oder alle 14 Tage Miete. Die Kündigungs-frist ist auch anders als in Deutschland: Hat man eine lease unterschrieben muss man für den vereinbarten Zeitraum bleiben (3,6 oder12 Monate) und 21 Tage vor Ablauf der lease Bescheid geben, wenn man ausziehen will (nennt sich „21 days notice“). Ansonsten gilt: Man kann eigentlich immer ausziehen wenn’s ganz schlimm ist. Wenn man keinen Vertrag hat kann man innerhalb kürzester Zeit gehen, und selbst mit ist es meist kein Problem, da man ja auch nur von Woche zu Woche zahlt. Generell zahlt man anfangs meistens zwei bis vier Wochen im Voraus.

Am günstigsten (und nettesten) sind natürlich WG Zimmer. Es handelt sich hier fast immer um share houses und nicht, wie in Deutschland, Wohnungen. Die Mietpreise in Sydney sind gewöhnungsbedürftig. Generell lässt sich festhalten: Man muss mit einer Wochenmiete von $120 bis $160 rechnen. Dazu kommt in den meisten Fällen alle 3 Monate eine Strom- und/oder Gasrechnung.
Man muss Glück haben, denn in Sydney werden die schlimmsten Bruchbuden zu horrenden Preisen vermietet. Besonders im CBD, dort werden share rooms in Apartment Blocks (man teilt sich also ein Zimmer mit einer fremden Person) zu den gleichen Preisen vermietet wie man in den inner suburbs für ein eigenes Zimmer zahlen würde. Diese Apartment Towers sind meistens alles andere als sauber und wenn man Pech hat steckt der Vermieter noch einen armen Studenten mit Matratze ins Wohnzimmer.
Terrace Houses sind meistens sehr schön wenn sie gepflegt sind, und meistens ist dann auch ein netter kleiner Garten hinten dran, was natürlich perfekt ist für „echt“ australische BBQs! ;-)

Die Häuser in Australien haben keine Heizsysteme, das bedeutet, wer im Winter hier ist muss sich einen „heater“ zulegen (ca.$50-$100), ansonsten friert man genauso als würde man unter freiem Himmel campen (und des wird wirklich kalt nachts, man mag es kaum glauben!).

Natürlich wird jeder erstmal nach einem möblierten Zimmer Ausschau halten, aber nicht verzweifeln, falls es da nichts Passendes gibt. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, Möbel second hand zu kaufen (auch hier wieder am besten an den schwarzen Brettern der Unis nachschauen oder in second hand shops z.B. auf der King street in Newtown). Auch Ikea ist präsent und nicht teurer als zu Hause.

Man sollte sehr darauf achten, dass das Haus sauber ist, da man sonst schnell Besuch von ziemlich großen Kakerlaken bekommt. Das ist in Australien nicht ungewöhnlich, es gibt sie einfach überall (man glaubt es kaum aber man gewöhnt sich schnell dran!). Man kann aber eine Plage vermeiden indem man das Haus sauber hält und Fallen aufstellt. In meinem Haus habe ich in 6 Monaten nur ein einziges Mal eine Kakerlake in der Küche „getroffen“, was schon fast rekordverdächtig ist im Gegensatz zu den Wohnungen meiner Freunde und Bekannten.
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Sydney’s Suburbs:
Auch WO man wohnt ist sehr wichtig. Bitte gar nicht erst nach Redfern gehen, zu gefährlich. Chippendale und Ultimo, die beiden Stadtteile, die am nahesten am Zentrum (CBD = Central Business District) liegen, sind zwar beliebt bei Studenten, aber nachts nicht unbedingt sicher. Mehrere Bekannte von mir wurden auf dem Weg nach Hause überfallen und ausgeraubt. Auch sind die Wohnungen hier nicht unbedingt ihren Preis wert.

Andere beliebte Studentenviertel sind Glebe und Newtown, beide sehr zu empfehlen. Hier findet man viel schönere und günstigere Häuser. Außerdem gibt es alles, was man so braucht, direkt vor der Haustür. Ich selbst habe in Newtown gewohnt und es hat mir sehr gefallen – es ist zwar ein sehr „alternativer“ Stadtteil mit vielen „freaks“ aber trotzdem sehr nett, sicher und von den Leuten her sehr „jung“.

Annandale, Enmore und Leichhardt sind einen Tick weiter entfernt aber auch sehr zu empfehlen. Die Verkehrsanbindungen sind überall sehr gut.

Surry Hills ist ein Geheimtipp, denn meist sieht es nicht so schön in den Straßen aus, aber hinter den Fassaden warten die größten und schönsten Wohnungen. Leider ist es hier nachts auch nicht immer besonders sicher.

Paddington ist ein besonders schöner Stadtteil, aber hier muss man Glück haben, denn die Zahl der WGs ist eher begrenzt da es sich hier um ein reiches Viertel mit vielen wunderschönen alten (teuren!) Häusern handelt.

Kings Cross wird in jedem Stadtführer als die gefährlichste Gegend gehandelt, in Wahrheit sind aber Chippendale und Ultimo weitaus unsicherer. Zum Wohnen ist der Cross vielleicht nicht die beste Alternative, aber zum feiern allemal, und fürchten muss man sich auch nicht.

Bondi lockt natürlich mit dem berühmten und auch wirklich netten Bondi Beach, allerdings ist man dort doch sehr vom Rest der Stadt abgeschnitten und braucht 30 Minuten ins Zentrum. Viele Wohnungen dort sind sehr verwahrlost weil dort hauptsächlich Backpacker hausen, die nur ein paar Wochen bleiben und sich um den Zustand der Wohnungen nicht kümmern.
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Money matters! :
Erstmal ein genereller Hinweis: Das Leben in Sydney IST teurer. Da sind die hohen Mieten, der public transport (in Deutschland haben wir ja das gute alte Semesterticket), und auch Essen im Supermarkt ist erheblich teurer. Natürlich sind andere Dinge wie Restaurants und Medikamente sehr viel billiger. Aber man muss ja auch daran denken, dass man als study abroad Student nur für eine begrenzet Zeit dort ist und darum viele nette Dinge erleben will, und das kostet einfach sehr viel mehr Geld als unter normalen Umständen. Damit meine ich Sightseeing, Ausflüge, Shoppingtouren, aber auch alltäglichere Dinge wie das Ausgehen am Wochenende oder die vielen Pub Crawls der Student Union. Es ist unfassbar, wie schnell das Geld hier auf einmal weg ist, und oft weiß man gar nicht genau, wofür man soviel ausgegeben hat.
Eine Kreditkarte ist unbedingt erforderlich, denn normale EC Karten funktionieren hier meistens nicht (egal, ob man das Euch in der deutschen Bank versichert hat, ich hab es am eigenen Leib erfahren).
Am schlauesten ist es, ein Konto bei der Deutschen Bank zu eröffnen. Die Deutsche Bank hat eine Partnerbank in OZ, die Westpac, die es an JEDER Straßenecke in den Großstädten gibt. Mit einer EC-Karte der Deutschen Bank kann man dort vollkommen umsonst Geld abheben und erspart sich so viele lästige Transfergebühren. Aber Vorsicht: Man sollte vorher abklären, dass der Rahmen in dem man wöchentlich Geld abheben kann, vergrößert wird, ansonsten hat man nämlich ein Limit von $500 in der Woche, und grad am Anfang wenn man Kaution usw. zahlen muss reicht das einfach nicht.
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UNI LIFE
Das Studium in Sydney hat mir sehr gut gefallen. Ich habe 3 Fächer belegt und war sehr zufrieden. Das System ist grundverschieden von dem deutschen, man braucht ein bisschen, um sich einzufinden. Aber zum Glück sind alle Uni Angestellten sehr nett und hilfsbereit. Die International Office hilft einem einfach bei jedem Problem. Generell ist der Umgangston sehr locker und personlich.
Und grad am Anfang wird man mit unzähligen Broschüren bombadiert – damit auch nichts schief gehen kann.

In Australien ist der Zeitaufwand, den die Uni in Anspruch nimmt (besonders gegen Ende der Vorlesungszeit) viel höher als in Deutschland. Alle Arbeiten und Klausuren finden in den letzten Wochen der Vorlesungszeit statt, manche noch bis 2 Wochen danach. Das bedeutet all die Arbeit, die man sonst in den Ferien hat, kommt plötzlich in 2 Wochen! Ganz schön stressig!
Zum Glück ist der Anspruch nicht wirklich hoch. Ich kenne Leute aus allen Fachbereichen und jeder hat dies bestätigt. Was wirklich schlaucht ist der Arbeitsaufwand. Ich musste jede Woche pro Fach 30 Seiten lesen – und im Tutorium werden die Texte diskutiert und der Tutor merkt gleich, wenn man unvorbereitet ist. Denn die Teilnahme am Unterricht ist hier sehr, sehr wichtig und wird von Vornherein erwartet. Man bekommt eine Note dafür die einen ziemlich großen Teil der Gesamtnote ausmacht.
In der Orientation Week wurde uns erzählt, dass der Durchschnittsstudent in Australien mit einem „pass“ also einer 4 besteht – das hat uns natürlich allen leicht Panik gemacht. Aber keine Sorge, so schwer ist es denn doch nicht. Ich habe alle Fächer mit 1en und 2en bestanden, und das ohne Probleme.

Die UTS Sydney ist einfach überdurchschnittlich gut ausgestattet – mit allem! Da hier ja fleißig Studiengebühren gezahlt werden ist das auch kein Wunder! Es gibt ein Medical Centre, ein sehr gutes Fittnesscentre, einen kleinen Food Court und mehrere Cafés. Außerdem Kioske, einen Computerladen, ein Geschäft für Künstlerbedarf, einen Zeitschriften- und was-der-Student-so-braucht-Laden, und so weiter und so fort. In jedem Gebäude gibt es eine große Anzahl öffentlicher Computer (und die UTS hat einfach die modernste Ausstattung in diesem Bereich!).

Die Student Unions bieten sehr viele Clubs und Trips usw. an, wovon man unbedingt Gebrauch machen sollte! Es lohnt sich allemal! Es kostet fast nichts und man lernt viele nette Leute kennen! Also, auf ins australische Studentenleben!
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Krankenversicherung:
Auch dies ist ein wichtiges Thema! Die australische Uni schließt zwar automatisch eine australische Krankenversicherung für jeden international student ab (man zahlt das mit den tuition fees), aber eine Zusatzversicherung ist unbedingt erforderlich (Auslandskrankenversicherung) !!!
Ich war bei der Medibank versichert, aber da war so gut wie nichts inklusive. Von der Versicherung ausgeschlossen sind: Krankenhausaufenthalt, Medikamente unter $23 (und alles ist hier recht günstig, das bedeutet aber man bekommt nie etwas erstattet!), Zahnarzt, Optiker, und so weiter und so fort. Geht man zum Arzt muss man $50 Visitengebühr zahlen, die Medibank zahlt einem davon nur die Hälfte zurück. Geht man allerdings direkt zum Medical Care Centre der Uni of Technology Sydney muss man diese Gebühr gar nicht erst zahlen. Aber natürlich ist das nicht immer unbedingt möglich. Hier sei also gründlich im Voraus geplant!
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Job matters :
Es ist nicht wirklich schwer, in Sydney Arbeit zu finden. Bevor man etwas annimmt, muss man sich allerdings erstmal das Working Visa besorgen. Das geht im Internet (meistens haben die Uni pages einen link, ansonsten www.gov.au.) und man kann das Label für den Pass nach 48 Stunden in der Immigration Office neben der Central Station abholen. Ausserdem braucht man eine Tax File Number (kurz: TFN). Auch diese kann man im Internet beantragen (homepage der Australian Taxation Office) und nach ca. 1 Woche hat man sie im Briefkasten. Dies ist besonders wichtig, denn in Australien zahlt JEDER Steuern, auch Aushilfen, und ohne TFN werden 50% des Lohnes als Steuer ein behalten (und diese Steuern kann man nicht zurückfordern!). Ansonsten sind es ca. 9%, und diese kann man nach Ablauf des Visa zurückfordern (und man bekommt es als Student auch, als Backpacker ist das um einiges schwieriger). Dann gibt es noch die Superannuation Fee, die man aber erst am Jahresende zurückbekommen kann, es kann sich aber unter Umständen lohnen, sich den Aufwand zu machen. Alle Steuern können nur auf australische Bankkonten zurückerstattet werden.

Wie gesagt, Arbeit finden ist nicht besonders schwer. Aber es kommt natürlich auch immer darauf an, was man machen will und wie die Ansprüche so sind. Viele Arbeitgeber achten auch sehr aufs Englisch, und da viele britische Backpacker unterwegs sind ist die Konkurrenz von der Seite groß. Vielleicht ist es daher besser, erstmal zwei oder drei Monate abzuwarten bis man auf Jobsuche geht, damit man sich sicher sein kann, dass man keine Sprachhürden mehr überwinden muss.

Während der Semesterzeit erlaubt das Visum 20 Stunden Arbeit die Woche, es gibt keine Begrenzung wie viel man verdienen darf. Sobald man seine Kurse beendet hat (inklusive Prüfungen etc.) kann man jedoch so viel arbeiten wie man möchte.
Man kann auf Aushilfsbasis arbeiten (Casual), part time (20Stunden) oder full time (40 Stunden, was aber nur in den Ferien in Frage kommt).

Ich selbst habe in einem Restaurant als Kellnerin gearbeitet. Meistens wird in gewissen Gegenden überdurchschnittlich gut bezahlt. Ich habe auf der King Street in Newtown gearbeitet, was eine beliebte und „coole“ Gegend ist, und ich bekam dort unter der Woche $16,80, samstags $21 und sonntags $26 die Stunde. Man sollte sich nicht ausbeuten lassen und für weniger als $13 die Stunde arbeiten, denn es gibt genug gut bezahlte Jobs. Also lieber mehr Zeit ins Probearbeiten und Suchen investieren. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Aushilfen (Casuals) um die $15/Stunde bekommen sollen, und am Wochenende und an Feiertagen gibt es gesetzliche Zuschläge.
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Last but not least…
Ich hoffe, ich konnte Euch mit meinem Bericht ein wenig weiterhelfen!
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ein Auslandssemester in Australien sich wirklich lohnt – auch wenn man so unsagbar viel Studiengebühren zahlen muss, was vielen sehr „weh tut“!
Es war die bisher beste Zeit meines Lebens! Ich habe so viele neue, tolle Menschen getroffen, neue Dinge gelernt und die schönsten Orte gesehen, und unzählige wertvolle Erfahrungen gesammelt – ja, es macht schon traurig, dass man wieder gehen muss. Ich habe mich erstmal entschlossen, meinen Aufenthalt um 3 Monate zu verlängern und reisen zu gehen! Denn man darf wirklich nicht gehen, ohne die vielen atemberaubenden Orte in diesem Land gesehen zu haben – und davon gibt es eine Menge!
Der Aufenthalt wird Euch verändern, aber nur positiv, denn ihr werdet mit vielen schönen und wertvollen Erinnerungen zurückkehren – jeder Tag hier öffnet einem die Augen etwas mehr, auch der eigenen Kultur und dem Leben zu Hause gegenüber.
Ich wünsche allen, die sich entschließen, diesen Schritt zu machen ALLES ALLES GUTE und eine wundervolle Zeit! Ihr werdet es sicher nicht bereuen!

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© by Institut Ranke-Heinemann - Studium/Studieren in Australien und Neuseeland, 2010