Erfahrungsbericht
University of Sydney (Australien)
WS 2003
Das Land:
Australien ist ein unglaublich faszinierendes und kontrastreiches Land. An den Küsten mit paradiesischen Sandstränden, traumhaften Küsten und natürlich den besten Surfgelegenheiten der Welt. In der Mitte wiederum das Outback, kahl, rot und das scheinbar unendliche Nichts. Beides unglaublich schön und überwältigend auf seine Weise.
Reisen in Australien ist ein einziger Genuss, auch wenn im Zuge des vorherrschenden Australien Booms alles doch zunehmend sehr „touristisch“ wirkt. Die Kosten sind dabei weder besonders günstig noch besonders teuer. Für Europäer wirklich überraschend preiswert sind Unterkünfte. So kostet eine Übernachtung in einem Backpacker selten mehr wie 25 Australische Dollar. Diese sind auch der optimale Ort, um Reiseideen und -erfahrungen auszutauschen.
Die Stadt:
Sydney ist eine mitreisende Metropole, voller Leben und Aktion, gleichzeitig mit einem gelassenen Flair. Es ist eine Stadt mit vielen Facetten.
Die Innenstadt welche grob entlang der George Street verläuft, macht einen sehr hektischen Eindruck und der amerikanische Einfluss ist durch die unzähligen Fastfood Restaurants auf den ersten Blick zu erkennen.
Der Hafen ist das Goldstück der Stadt und ist einfach atemberaubend und absolut einzigartig – mit den Highlights Opera House und Harbour Bridge.
Desweiteren gibt es unzählige Strände in Sydney. Bei den meisten Stränden (im Norden der Stadt) muss man jedoch eine Stunde Busfahrt von der City aus in Kauf nehmen. Bis zum nördlichsten Strand (Palm Beach) sind es gar 2 Stunde. Wie auch immer, die bekanntesten/beliebtesten Strände wie Bondi, Coogee und Manly sind gut erreichbar, im Sommer aber auch gut gefüllt.
Das Nachtleben ist spielt sich insbesondere im Bereich George Street, The Rocks, Darling Harbour und an den Stränden ab. Dabei ist die englische Pubkultur stark vorherrschenden.
Die Universität:
Campus:
Die University of Sydney liegt sehr zentral nur drei Busstationen (ca. 10 min Fußweg) entfernt von Central Station an der George Street. Der Campus ist großflächig angelegt und bietet alles was das Herz begehrt.
Kurse:
Ich studierte in der Fakultät Economics & Business. Die Kurse sind meiner Meinung nach auf gutem Niveau jedoch nicht herausragend. Bei einem Workload von drei bis vier Kursen bleibt und nicht zu hohen Ansprüchen an die Endnote bleibt massig Zeit die Stadt in vollen Zügen zu genießen. Kurse empfehlen möchte ich nicht, da die Meinung sich da doch sehr unterscheiden, es lohnt sich jedoch in jedem Fall in der ersten Woche so viel Kurse wie möglich anzuschauen, da bis Ende der Woche noch problemlos umgewählt werden kann. Eine Vorlesung kann schon viel mehr Wahrheit vermitteln als eine fünfzeilige Kursbeschreibung.
Studenten:
An dieser Stelle scheint es mir am Wichtigsten klar zu stellen, dass an der USYD wie auch an allen anderen Unis in Sydney und angeblich auch im Rest Australiens, insbesondere in BWL Kursen nur etwa 20% Australier zu finden sind. Der Grossteil sind asiatischer Herkunft. Der Rest sind dann Amerikaner und Europäer mit eine großen Anteil Deutscher.
Um also mit „Locals“ zusammenzukommen, lohnt es sich in den vielzähligen Clubs/Unions zu engagieren.
Betreuung:
Als internationaler Student fühlt man sich jederzeit gut aufgehoben und immer gut informiert. Das ganze beginnt mit einer mehrtägigen Inforveranstaltung und endet mit einem „Coming Home Seminar“. Während des Semesters steht das International Office für jegliche Fragen zur Verfügung. Die Studentengruppe Unimates organisiert, im Namen des International Office, Trips für alle internationalen Studenten wie z.B. Beach BBQ, Hikes, Pub Crawls und Harbour Cruise.
Alles in allem fühlt man sich also stets gut aufgehoben.