Australian Academic Alumni Association - Auslandsstudium Australien
Australian Academic Alumni Association    
  
Studium in Australien | Studium in Neuseeland | Universitäts-Portraits | Mitgliedsbereich    
Startseite | Über den 4A Club | Leistungen | Erfahrungsberichte | Links | Impressum    
Australian Academic Alumni Association
Australian Academic Alumni Association

  Nachrichten aus australischer und neuseeländischer Wissenschaft und Forschung
  [08.07.2010] Fern sehen - Studieren in Down Under ganz nah auf Ranke-Heinemann TV
  [15.06.2010] Down UNIder - Magazin von Studenten für Studenten - neue Ausgabe erschienen
  [07.06.2010] Neue Erkenntnisse in der Bakterienforschung zur Verbesserung von Implantaten
  [11.03.2010] Fähigkeit zur Gesichterkennung liegt in unseren Genen
  [24.02.2010] Forscherteam macht wichtige Entdeckung für die nächste Solarzellengeneration

  > Auslandsstudium Australien / Neuseeland > Erfahrungsberichte > Christian Jung
Der University of Queensland / Brisbane Guide 2006

Hinweis: Bitte beachtet, dass dies die “Nur-Text-Version” des Berichtes ist. Die pdf Version mit zusätzlichen Grafiken und Tipps findet Ihr unter folgendem Link (2.1 MB).

Vorwort:

Lieber Leser,

Dieser Guide handelt von meinen Erlebnissen und Erfahrungen während meines Auslandaufenthaltes in Brisbane im Rahmen eines “Study abroad” Programmes. Dieser Guide wurde nicht geschrieben um Euch Australien zuhause erleben zu lassen; das müsst Ihr schon selber machen. Dieser Guide wurde geschrieben um potentiellen zukünftigen Studenten der UQ in Brisbane anfänglich das Leben zu erleichtern, Ihnen ehrlich und zugleich kritisch zu zeigen, was Sie erwartet und Ihnen mit Tipps über die Anfangsschwierigkeiten hinwegzuhelfen.

Der Guide ist chronologisch verfasst; die Themen werden in der gleichen Reihenfolge behandelt wie Sie auf Euch zukommen werden. Am Ende des Guides findet Ihr noch ein eine Frage/Antwort Sektion mit häufig gestellten Fragen.

Ich hoffe, Ich kann Euch mit diesem Guide helfen einige der Fragen zu beantworten die Ihr im Vorfeld sicher haben werdet. Für Anregungen und Fragen könnt Ihr an christian(at)brisbane2006.de mailen.

Abschließend möchte ich Ranke-Heinemann für die unproblematische und professionelle Betreuung herzlich danken und Euch eine wunderschöne Zeit in Australien wünschen. Genießt es!

Christian Jung

TEIL I : PLANEN

A) Stadtwahl
Ist die Entscheidung für Australien als Land gefallen, müsst Ihr Euch darüber klar werden, wo in Australien Ihr studieren wollt. Auch wenn Brisbane mit rund 1,8 Mio Einwohnern die drittgrößte Stadt Australiens ist kann es nicht als Großstadt im klassischen Sinne gesehen werden, da die Stadt extrem weitläufig ist. Seid Ihr mit einer kleineren Stadt zufrieden, die Euch zudem durch Ihre Lage eine exzellente Ausgangsbasis für Reisen bietet, dann liegt Ihr mit Brisbane genau richtig. Seid Ihr allerdings eher der Grossstadttyp würde ich Euch zum hektischeren Sydney oder auch Melbourne raten.

B) Uniwahl
In Brisbane gibt es drei Universitäten, die University of Queensland (UQ), die Queensland University of Technology (QUT) und die kleinere Griffith University. Die UQ beansprucht für sich die renommierteste Universität der Region zu sein und befindet sich auf einem standesgemäßen Campus im Stadtteil St.Lucia. Wer auf einen schönen Campus keinen gesteigerten Wert legt und stattdessen mitten im Stadtzentrum studieren will ist mit der QUT bestens bedient. Ob die Qualität der Universitäten groß voneinander abweicht wage ich zu bezweifeln. Die Preise sind ebenfalls recht ähnlich. Letzlich sollten persönliche Vorlieben und vor allem das Kurstangebot den Ausschlag geben und nicht der vermeintlich gute/schlechte Ruf der Universität.
> UQ
> QUT
> Griffith

C) Bewerben und Ranke-Heinemann
Generell sollte man ca. ein Jahr vor dem geplanten Studienbeginn anfangen sich ernsthaft Gedanken zu machen und dann spätestens ein halbes Jahr vorher bewerben um unnötigen Stress zu vermeiden. Sich bei mehreren Unis gleichzeitig zu bewerben ist sicherlich sinnvoll, besonders dann, wenn Ihr einen ganzen Degree machen wollt. Ich kann Euch nur ermutigen, den Service von Ranke-Heinemann auch wirklich in Anspruch zu nehmen; Ihr zahlt ihn nämlich über Eure Studiengebühren indirekt mit und spart Euch eine Menge Aufwand. Bitte lest die sehr wichtigen Infos auf den Seiten von Ranke-Heinemann genau durch.
> Ranke-Heinemann

D) TOEFL
Um sicherzugehen, dass Ihr über ausreichende englische Sprachkenntnisse verfügt verlangt die Uni einen Englischtest. Meistens ist dies der TOEFL, es gibt aber auch noch andere. Üblicherweise verlangt die Uni von Euch im Test rund 240/300 Punkte. Dies klingt zunächst nach viel, ist aber mit ein bißchen Vorbereitung leicht zu schaffen. Ich habe noch von keinem Fall gehört in dem das Studium in Australien am TOEFL gescheitert wäre. Der TOEFL kostet um 150US$. Anmelden kann man sich online.
>TOEFL

An folgenden Standorten könnt Ihr den TOEFL in Deutschland machen:
Aachen, Augsburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Koblenz, Mannheim, München, Osnabrück, Sankt-Augstin, Schönebeck, Tübingen.

E) Money matters!
Gerade in den ersten zwei Wochen in Brisbane werdet Ihr schnell über viel Geld verfügen müssen um etwa die Kaution oder die erste Miete für Eure Wohnung zu bezahlen. Um auf der sicheren Seite zu sein, solltet Ihr Euch vor Abflug ein Konto bei der deutschen Bank eröffnen, die als einzige kostenlose Abhebungen von Eurem deutschen Konto an Westpac Geldautomaten in Australien bietet. Dies hat sich für alle nach wenigen Tagen als unverzichtbar herausgestellt.

Eine Kreditkarte sollte man ebenfalls besitzen. Sie sichert Euch ab und wird überall akzeptiert. Die Barclay Bank bietet für Studenten kostenlose Kreditkarten mit niedrigem Entgelt fürs Ausland (1,5%) an.
> Barclay

F) Visum
Sobald Ihr die CoE (Confirmation of Enrolment) in Euren Händen handelt, könnt Ihr das Visum beantragen. Dies geht sehr einfach online auf den Seiten der australischen Botschaft in Berlin.
> Visum

Bei mir war es innerhalb von 2 Stunden bewilligt, bei keinem den ich kenne hat es länger als 2 Tage gedauert. Anders sieht die Lage aus wenn Ihr für mehr als ein Jahr nach Australien geht. Dann müsst Ihr noch einen medizinischen Test über Euch ergehen lassen.


TEIL II : BRISBANE

Da standen wir: Flughafen Brisbane, 3. Februar 2006, 30°C im Schatten, 09.30AM.
Hinter uns: 22h Flug, 2h Einreise, 4 mal Gepäckkontrolle.
Vor uns: 6 Monate Auslandsstudium an der UQ, Brisbane, Australien.

So oder so ähnlich wird es Euch ergehen wenn Ihr im ersten Teil alles richtig gemacht habt und nun zum ersten Mal den Fuß ins gelobte Land setzt. Ab diesem Moment gilt es eine Menge Dinge zu meistern.

A) Ankommen und Temporary Accommodation
Der kostenlose Aiport-Pickup Service der Uni erleichtert das Ankommen. Ein Fahrer fährt Euch zu einem Ziel Eurer Wahl. In den meisten Fällen wird dies ein Hostel sein. In Brisbane gibt es zahlreiche Hostels. Ein sehr schönes Hostel, das ich Euch empfehlen möchte ist das Bunk Brisbane.
> Bunk Brisbane

B) Allgemeines zum Thema Wohnung suchen
Wohl das Hauptproblem der ersten Tage. Erstmal vorweg: Bis jetzt hat noch jeder eine Wohnung gefunden. Wichtige Variablen, die die Dauer der Wohnungssuche bestimmen, sind der Anspruch an die Wohnung sowie die finanzielle Lage und das Erscheinungsbild des Suchenden.

Sehr wichtige und hilfreiche Websites zur Wohnungssuche sing folgende:
>University of Queensland: http://accommodation.uq.edu.au/
> Queensland U of Tech : http://www.guildonline.net/classifieds/accommodation.asp
> Brisbane Exchange: http://brisbaneexchange.com.au/pages/5000.html
> EL Property Management: http://www.educationlodge.com.au/
> Real Estate Brisbane: http://www.realestate.com.au/
> BrisRentals : http://www.brisrentals.com/rentals/
> Flatmates Australia : http://www.flatmates.com.au/

Eine Auflistung aller Real Estate Agents in Brisbane:
> http://accommodation.uq.edu.au/index.html?page=31122

Eine super Hilfe um Adressen auf einem digitalen Stadtplan zu überprüfen:
> http://www.whereis.com

C) Einfühung in das australische Mietrecht
Nun, da Ihr Euch anschickt Mieter zu werden solltet Ihr paar Dinge über das australische Mietrecht wissen. Owohl man zumindest an der UQ eine Informationsveranstaltung besuchen kann und die sich mit diesem Thema befaßt, trotzdem halte ich es für wichtig diese Thematik kurz anzusprechen, da es zum Teil erhebliche Unterschiede zum deutschen Mietrecht gibt.

In Australien wird die Miete generell wöchtentlich und dann sogar häufig in bar bezahlt. Ausserdem wird die Kaution nicht direkt an den Vermieter bezahlt sondern an eine Art Treuhandfonds, die RTA. Dies soll sicherstellen, dass der Vermieter die Kaution nicht unbegründet zurückhalten kann. Mehr Informationen hierzu unter > RTA. Für die Pflege des Gartens oder Pools ist in Australien ebenfalls der Vermieter zuständig!

D) Kommunikation
Wahrscheinlich werdet Ihr am Anfang lieber auf Essen verzichten als auf eine Handy-/Internetverbindung. Es gibt drei große Anbieter : Optus, Telstra und Vodafone, wobei ich immer Optus Prepaid am billigsten fand.
> Optus
> Telstra
> Vodafone

Wollt Ihr ebenfalls eine DSL Leitung haben, findet Ihr unter diesem Link eine Übersicht aller Anbieter.
> DSL

E) Essen, Trinken & Feiern

Den täglichen Einkauf erledigt man schnell und relativ günstig in den überall reichlich vorhandenen Supermärkten. Die Preise sind in etwa gleich denen in Deutschland. Gewöhnungsbedürftig wird in dem Moment wenn eine Flasche Wein das Essen bereichern soll; der Supermarkt darf nämlich keinen Alkohol verkaufen. Den gibt es meist im nebenan vorhandenen Bottle Shop zu Preisen die einen ins Kloster treiben. Interessanterweise wird dann der Ausweis, selbst bei offensichtlich 14-Jährigen, im Bottle Shop trotzdem nicht kontrolliert was das ganze System an sich zur vollkommenen Absurdität verdammt und manchen Europäer zurecht entnervt zurücklässt.

In Brisbane gibt es unzählige Möglichkeiten zu feiern. Es gibt zwei “Hotspots” an denen nachts das Leben pulsiert. Einerseits die “City”, also die Clubs die direkt im Zentrum gelegen sind und andererseits das “Valley”, ein Stadtteil östlich vom Stadtzentrum. Im Allgemeinen wird in Brisbane eher in Pubs “gerockt” , das Embassy oder das Friday’s bieten denjenigen eine Alternative die lieber zu House tanzen beim Weggehen.

Die zwei bekanntesten und bestbesuchten Studentenkneipen liegen im Stadtteil Toowong, auf halber Strecke zwischen dem Stadtzentrum und St. Lucia. Das RE (Royal Exchange Hotel) darf sich mit Fug und Recht als DIE Studentenkneipe schlechthin bezeichnen, die besonders am Donnerstag, wenn der Deal 2 for 1 heißt, aus allen Nähten platzt. Ein paar Straßen weiter und ebenfalls sehr bekannt ist das Regatta, das mehrheitlich von amerikanischen Austauschstudenten besucht wird die sich freuen endlich auch mit 18 trinken zu dürfen.

Der perfekte Stadtteil für einen gemütlichen Abend bei einer Flasche Wein und gutem Essen ist Westend, südlich vom Stadtkern. Westend bietet sehr viele schöne Bars, Cafés und Restaurants und ist eine unter Studenten sehr beliebte Wohngegend.

Generell gilt für die Gastronomie in Brisbane: Es ist noch niemand verhungert, kulinarische Highlights sowie Einfallsreichtum sucht man aber getrost woanders.

F) Reisen

Brisbane bietet sich an als optimale Ausgangsbasis für Ausflüge zu Orten wie Moreton Island, der Sunshine Coast, der Gold Coast oder auch zur wunderschönen Fraser Island. Von Brisbane aus fliegen Qantas, sowie die beiden Low-Fare-Carrier virginBlue und Jetstar an nahezu jeden Ort in Australien.
> Qantas
> Jetstar
> virginBlue

TEIL III : STUDIEREN


Wie bereits eingangs erwähnt habe ich von Februar bis Juni 2006 an der UQ studiert. Die UQ liegt im Stadtteil St. Lucia und manchmal hat man den Eindruck die Uni könnte auch gut als eigener Stadtteil ausgegliedert werden, so umfassend ist der Campus. “On campus” gibt es eigentlich alles was eine Kleinstadt am Leben halten könnte: Cafés, Sushi-Bar, Pizzeria, Mensa, Pub sowie diverse Shops mit allem was der Student braucht. Ein Friseur sorgt dafür, dass man stets frisiert zur Vorlesung erscheint, wobei ich selbigen gerade den Frauen unter Euch wegen der recht rustikalen Arbeitsweise nicht empfehlen würde. Im folgenden will ich Euch kurz ein paar wichtige Tipps geben damit der Start an der UQ glückt....

A) Studieren in Australien

Die UQ gibt sehr viel Geld für Ihren Verwaltungsapparat aus und dementsprechend ist alles stabschefmässig durchorganisiert. Eine Antwort lässt selten länger als ein paar Stunden auf sich warten, bei Standardproblemen ist die Hilfe erstaunlich schnell und nur selten muss man Leuten hinterherlaufen um etwas zu bekommen. Außerdem existiert mit dem “Student Centre” eine zentrale Anlaufstelle für Studenten. Das wäre alles sehr lobenswert, würde es nicht jedes Mal zum Drama eskalieren wenn mal ein Problem nicht in ein vorgefertigtes “Form” passt. Dann bekommt man leider schnell das Gefühl, dass die Mitarbeiter der Verwaltung Ihren gesunden Menschenverstand morgens an der Tür abgegeben und darauf dressiert wurden Regelkatalog XY durchzusetzen.

Ein Unisemester in Australien läuft anders ab als in Deutschland. Während es in Deutschland oftmals bis zur Klausurenzeit nicht viel zu tun gibt, ist in Australien die Prüfungsleistung über das ganze Semester verteilt und das Abschlussexamen zählt durchschnittlich nur rund 50-60%. Die restlichen Prozent entfallen auf ein eventuelles Exam in der Mittes des Semester respektiv auf Assignments. Assignment sind eine Art “Hausaufgaben für Fortgeschrittene”, die meist nur unter erheblichem Zeitaufwand zu meistern sind. Dementsprechend kann man in Australien auch nicht 7 oder 9 Vorlesungen belegen wie in Deutschland teilweise üblich, sondern man beschränkt sich auf vier was einem “full study load” entspricht. Seit diesem Jahr kann man an der UQ als Study abroad Student nur noch mit spezieller Genehmigung mehr als 4 Kurse belegen.

Gegen Ende des Semesters und möglicherweise bereits früher werdet Ihr das Vergnügen haben Examen zu schreiben, was definitiv ein Erlebnis für sich ist. Die Mitarbeiter verursachen hier durch Ihr panisches Getue viel unnötigen Stress und Aufregung. Mitunter gleicht das Ganze einer Inszenierung hart an der Grenze zur Lächerlichkeit, z.B. dann wenn Studenten vor dem Examensraum mit Lautsprechern und reichlich Hektik dirigiert werden obwohl nur 20 Leute anwesend sind. Vor dem Examen werden einem dann in 15 Minuten “schnell” alle Regeln erklärt die zu 50% reichlich absurd sind und sich zu den restlichen 50% für Leute mit gesundem Menschenverstand erübrigen. Hier täte man besser daran, die Zeit zu nutzen und zu erklären wie das Antwortblatt auszufüllen ist, weil das fernab von selbsterklärend ist.

B) Einschreiben in Kurse

Das Einschreiben in Kurse geht sehr leicht über eine spezielle Website der UQ. Login und Passwort für diese Seite liegen Eurer CoE bei.

C) Kurswahl

Folgende Kurse habe ich an der UQ besucht:
BIOM3005 Cardiovascular Science
BIOM3008 Biomedical Pharmacology
PHRM7180 Intellectual Property Management
BIOT3002 Drug Design and Development

Die Kurse waren allesamt sehr arbeitsintensiv aber auch interessant, anspruchsvoll und empfehlenswert. Es sind keine klassischen Kurse die von Study abroad Studenten gewählt werden und so war ich in Cardiovascular Science fast der einzige. Andere Kurse wie z.B. der Klassiker “Marine Biology” werden zu 99% von “Study abroads” besucht und man kann sich dem Eindruck nicht verwehren, dass die UQ teilweise Kurse speziell für Study abroads schafft um die “normalen” Vorlesungen zu entlasten.

Bei der Kurswahl sollte man nach persönlicher Situation entscheiden. Will man sich die Kurse nachher in Deutschland anerkennen lassen sollte man unbedingt drauf achten dass der wissenschaftliche Anspruch gewahrt bleibt, kriegt man hingegen sowieso keine Credits kann man auch genauso gut an einer der “Spaßvorlesungen” teilnehmen.

D) Ein ehrliches Wort über Asiaten an der Uni

An der UQ studieren viele Asiaten, mitunter zu viele für den australischen Geschmack was sich dann in unschönen Kommentaren äußert. Es ist kein Geheimnis, dass die meisten Studenten die Asiaten als notwendiges Übel sehen um die Uni mitzufinanzieren. Ist der Frust teilweise verständlich, weil es z.B. gerade in Business Vorlesungen passiert, dass 2 Australier auf 150 Asiaten kommen, bin ich doch der Meinung, dass man nicht einerseits das Geld dankend annehmen kann und auf der anderen Seite diesen Studenten mit Aneignung begegnet.

Von der viel beschworenen Verständigung der Kulturen und desgleichen habe ich nun wirklich nichts bemerken können die ganzen sechs Monate. Zu tief ist die Kluft, so dass es darauf hinausläuft dass Asiaten und Europäer/Amerikaner/Australier stets fein säuberlich getrennt voneinander studieren, essen und feiern.

FRAGEN UND ANTWORTEN


Q: Wo finde ich einen billigen Flug?
A: Ich benutze meist diese Internetportale: www.ebookers.de, www.skyways.de, www.traveloverland.de

Q: Wieviel Gepäck darf ich mitnehmen?
A: Offiziell 20kg. Ich hatte 29kg und keine Probleme. Ich habe auch von keinem gehört der nachzahlen mußte und gehe davon aus, dass keiner mit 20kg geflogen ist. Generell empfiehlt sich nicht schon am Limit hinzufliegen, weil sonst wißt Ihr beim Zurückfliegen gar nicht mehr wohin mit allem. Achtung: Wenn Ihr über Dubai fliegt, müßt ihr unter 31kg bleiben sonst akzeptiert der Flughafen Dubai Euer Gepäck nicht!

Q: Sollte ich mich im Vorfeld um eine Wohnung kümmern oder erst nach der Ankunft?
A: Wenn Ihr ein Minimum an sozialer Kompetenz besitzt auf jeden Fall erst nach der Ankunft. Das erlaubt Euch erst mal die Stadt zu erleben und herauszufinden wo Ihr wohnen wollt.

Q: Sollte ich mit Deutschen zusammen wohnen?
A: Wenn Ihr die Leute mögt: jein. Eigentlich haben wir uns geschworen nicht zusammenzuziehen, als sich dann aber eine günstige Gelegenheit ergab haben wir es doch getan, zusammen mit drei Amerikanerinnen. Zurückblickend eine gute Entscheidung, weil wir viel Spaß zusammen hatten und trotzdem unser Englisch verbessern konnten. Davon, ausschließlich mit Deutschen zusammenzuwohnen würde ich Euch aber abraten.

Q: Was wird mich die Wohnung in Australien kosten?
A: Das absolute untere Limit dürfte bei 90 Aus$/Woche liegen, der Durchschnitt für gute Wohnungen bei 140-160Aus$ und nach oben sind fast keine Grenzen.

Q: Welche Stadteile sind “in”?
A: St.Lucia, Toowong, Westend

Q; Wird mein Handy in Australien funktionieren?
A: Ja

Q: Brauche ich ein Laptop?
A: Aus meiner Sicht: Ja. Zwar gibt es an der Uni PCs in Massen, nur sind dort wichtige Zugangsarten wie Outlook, VPN und ICQ geblockt. Wenn Ihr nicht immer an der Uni arbeiten wollt sondern auch mal zuhause und Ihr drauf angewiesen seid ständig Eure Emails abrufen zu können solltet Ihr definitiv ein Laptop kaufen.

Q: Muss ich einen Stromadapter mitnehmen?
A: Nein. Die gibt es in Australien an jeder Ecke für ca 7 €. Was sich allerdings lohnt ist eine deutsche Steckleiste mitzunehmen, dann braucht Ihr nicht für jedes Gerät einen eigenen Adapter!

Q: Darf ich als Student in Australien arbeiten?
A: Dürft Ihr. Maximal 20 Stunden die Woche. Hierfür benötigt Ihr eine Erlaubnis die Ihr Euch in Australien abholen könnt.

Q: Ich bin krank, was nun?
A: Wendet Euch erstmal an die Ärzte “on campus”. Man akzeptiert Eure OSHC Karte problemlos und es entstehen Euch nur 40AUS$ Kosten. Der Zahnarzt auf dem Campus kann ebenfalls empfohlen werden. Die Einrichtung mag zwar etwas rustikal wirken aber ich war sehr positiv überrascht von der Kompetenz der Zahnärzte!

Q: Werde ich Australier kennenlernen?
A: Entgegen allem was ich im Vorfeld gelesen habe haben wir sehr viele Australier kennengelernt.

Q: Kann ich mein Studentenvisum verlängern lassen?
A: Prinzipiell ja, jedoch nur wenn Ihr vorweisen könnt, dass Ihr weiterhin akademisch tätig seid. Wahrscheinlich ist es einfacher ein Touristenvisum zu beantragen nach Ablauf Eures Studentenvisums.

Q: Wie lange ist mein Studentenvisum gültig?
A: Bis “1 Monat nach Studienende”. Der Begriff “1 Monat” sorgt oft für Verwirrung. Mit einem Monat ist in diesem Fall das Datum gemeint, d.h. endet das Semester am 24. Juni, läuft Euer Visum am 24. Juli aus.

Q: Wie schicke ich mein Zeug zurück?
A: Wenn Ihr viel Papier oder schwere Bücher habt, könnt Ihr den Tarif “Documents only” der australischen Post wählen. Sehr billig, dauert allerdings auch ca 3 Monate. Ansonsten bietet Jetta (http://www.jetta.com.au) gute Tarife an.

Australian Academic Alumni Association
© by Institut Ranke-Heinemann - Studium/Studieren in Australien und Neuseeland, 2010