Jahresbericht über den Aufenthalt in Australien
an der University of Queensland
(zweites Semester 2004 und erstes Semester 2005)
in dem Study Abroad Program
Stipendiat: Michael Rybak
Frankfurt, den 22/08/2005
Inhaltverzeichnis:
1. Einleitung
2. Vorbereitung des Studienaufenthaltes
2.1 Wahl der Hochschule
2.2 Einschreibung an der Gasthochschule
2.3 Visum Angelegenheiten
2.4 Zahlungsprocedere
2.5 Versicherung
2.6 Anschaffungen
3. Wohnungssuche vor Ort
4. Studium
4.1 UQ
4.2 Meine Kurse
4.3 Anerkennung der Leistungsnachweise
4.4 Kontakte zu Studienkollegen
5. Freizeit
5.1 Freizeit vor Ort
5.2 Reisen
6. Arbeiten und Praktika
7. Lebensunterhaltskosten
8. Nachwort
1. Einleitung
Ich möchte mich bei den Mitarbeitern des Ranke – Heinemann Institutes bedanken. Die Abwicklung aller Angelegenheiten mit der Gasthochschule von Deutschland aus erwies sich als sehr hilfreich. Es war in allerlei Hinsicht wesentlich besser, so einen Vertreter meiner Interessen an meiner Seite zu haben.
Nicht zu letzt, bevor wir zum Eigentlichen übergehen werden, sollte man sich fragen, ob es sich überhaupt lohnt nach Australien zu gehen und wieso das ausgerechnet Australien sein soll. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen kann. In meinem Fall überwiegen die Vorteile eindeutig. Ich hoffe, dass aus dem weiteren Verlauf es verständlich sein wird, warum das so ist.
Ich werde im Weiteren einige Passagen von meinem Zwischenbericht benutzen, da diese zu einem an einigen stellen überarbeitet werden sollten und zum anderen einen dennoch hohen Informationswert haben.
Als letztes, um die Einführung abzuschließen, einige Details über mich. Ich studiere Wirtschaftmathematik mit dem Schwerpunkt Finanzmathematik an der Technischen Universität Berlin. In Juli 2004 habe das sechste Semester abgeschlossen.
2. Vorbereitung des Studienaufenthaltes
2.1 Wahl der Hochschule
Zu den Vorbereitungen des Studienaufenthaltes zählt in erster Linie die Auswahl der Universität, wo man künftig studieren möchte. Es gibt dabei einiges zu beachten, wenn man sich für diese oder jene Hochschule entscheidet. Dazu gehören die Kurse die angeboten werden, ob es einem vom Inhalt her passt und natürlich ob diese an der Heimhochschule anerkannt werden können. Wie auch in Deutschland, werden einige Kurse nur jedes zweite Semester angeboten. Das gilt wohl aber nicht für die Kurse die sehr viele Teilnehmer haben und somit viel Geld einbringen.
Die Größe der Universität und womöglich damit verbundene Anzahl der ausländischen Studierenden ist ein Punkt, den man nicht vergessen sollte. Die Lage der Universität ist ebenso wichtig, ob man einen Campus haben wird oder nicht, insbesondere wenn das einem noch nicht gegönnt war, was in meinem Fall zutreffend war.
Die Kosten sind nicht zuletzt ein wichtiger Aspekt, sowohl für die Hochschule selbst als auch für den Lebensunterhalt. Die Kosten für die Hochschule sind neben den Studiengebühren, zusätzliche Gebühren für einige Kurse, Literatur die ab und zu als Pflicht angegeben wird. Die Kosten für einige Kursbücher übersteigen 150 AUD.
Darüber hinaus kommt dem Ort der Hochschule eine wichtige Rolle hinzu. Die Entfernungen in Australien sind etwas anders als in Deutschland und das wird spätestens in den Ferien bemerkbar.
2.2 Einschreibung an der Gasthochschule
Ist die Entscheidung gefallen, wäre es zu empfehlen, sich mit Ranke-Heinemann Institut in Verbindung zu setzen. Ich hatte demzufolge persönlich fast gar keine Kontakte mit der University of Queensland (UQ). Bei der Einschreibung muss man zwischen 3 und 5 Kursen angeben. Möchte man weniger als drei Kurse besuchen, wird einem das Visum nicht gegeben. Möchte man andererseits 6 Kurse belegen, muss man vor Ort einen Antrag mit einer überzeugenden Begründung in der entsprechenden Fakultät stellen. Es kommt durchaus vor, dass für die Kurse ab dem dritten Jahr man eine Genehmigung brauch. Da muss man sich keine Sorgen machen, diese kriegt man schnell vor Ort. Des Weiteren werde ich mich nur auf die UQ beziehen (www.uq.edu.au).
2.3 Visum Angelegenheiten
Die Einschreibung und damit verbundener Papierverkehr wurde von Ranke – Heinemann erledigt, sodass mein Beitrag wirklich bescheiden war. Sobald man Confirmation of Enrolment (COE) bekommt, kann man ein Studentenvisum beantragen (www.australian-embassy.de/visa/index.html). Der einfachste Weg ist wohl über das Internet (ca. 250,- EUR). Es muss dabei beachtet werden, dass der Aufenthalt in diesem Fall automatisch um einen Monat nach dem Ende des Semesters verlängert wird. Der andere Punkt ist: Wenn man mehr als für ein Jahr nach Australien geht, sei es ein Tag oder ein Monat, muss man sich einem medizinischen Test unterziehen, der kostenpflichtig ist (ca. 100 EUR). Wenn man also sich das ersparen möchte, sollte man sich informieren, bevor man das Visum beantragt. Diese Untersuchung hat eine weiteren negativen Aspekt: Wenn man vorhaben sollte, mit Menschen zu arbeiten, z.B. als Tutor, muss man sich einem umfangreicheren Test unterziehen, was weitere Kosten mit sich bringt. Selbst wenn man das Vorhaben haben sollte, würde ich davon abraten, das mitzuteilen, da sobald man in Australien ist, fragt keiner mehr danach. Ansonsten kommt das Visum in elektronischer Form, es dauert nur einige Tage, und im Pass erscheint lediglich der Stempel der Zollbehörde bei der Einreise.
Man beachte, dass Australien ein Land ist, das einen großen Wert auf die Gesundheit der Menschen legt. Es ist also nicht erlaubt Lebensmittel ins Land zu bringen. Mag ja komisch klingen, aber in dem Flughafen, suchen die Zollbeamten mit Hunden nach den Lebensmitteln im Gepäck. Siehe dazu und für allgemeine Fragen www.immi.gov.au.
2.4 Zahlungsprocedere
Die erste Zahlung, die auf einen zukommt, sind die Studiengebühren (Tuition Fees), die auf drei verschiedenen Arten bezahlt werden können: Bankscheck, Überweisung oder Visa. Alles hat unterschiedliche Preise, die zum Teil von Bank zu Bank variieren. Ich hatte mich für den Scheck entschieden, der mir innerhalb einiger Tage auf den Namen der UQ in AUD ausgestellt wurde. Das versenden von dem Scheck hat wieder mal Ranke-Heinemann übernommen. Sehr wichtig ist der Kurs vom AUD, da man relativ große Beträge überweist, wäre es nicht verkehrt sich davor zu informieren, wie der Kurs gerade ist und eventuell zu warten oder nicht zu warten oder sich gegen die Kursschwankungen abzusichern. Der Betrag für Study Abroad Program, der zu zahlen ist, beträgt 8200 AUD (Stand 2005). Die Kursschwankungen können somit einen Unterschied von 500 EURO mit sich bringen. Für das zweite Semester habe ich problemlos vor Ort mittels einer Art Überweisung von meinem australischen Konto bezahl, wobei die Kreditkarte an der Universitätskasse ebenso akzeptiert ist.
2.5 Versicherung
Die einheimische obligatorische Krankenversicherung OSHC (Overseas Student Health Cover) ist im Voraus für den ganzen Aufenthalt zu bezahlen(ca. 200 AUD). Diese deckt 85% vor den Kosten, die bei notwendigen Arztbesuchen entstehen sowie die Kosten für die Medikamente, dabei muss der Preis für ein einziges Produkt ca. 25 AUD überschreiten. An der Uni gibt es einen Doktor, der umsonst ist, wenn man bei der OHSC versichert ist. Der Krankenhausaufenthalt wird wohl völlig erstatten. Auf jeden Fall informiere man sich besser selbst auf www.oshc.com.au.
2.6 Anschaffungen
Zu den Anschaffungen in Deutschland könnte man einen Laptop hinzuzählen, falls man noch keinen besitzt. Das Arbeiten am Computer ist in mehreren Computersälen im Laufe des Semesters möglich, doch in der Zeit, wo das Semester sich dem Ende neigt, wird es immer schwieriger, einen freien Computer zu finden. Der nächste, nicht weniger wichtiger, Punkt ist das Versenden von Emails. Wir werden im Laufe des Berichtes darauf zurückkommen.
In allen Kursen, wenn man im ersten Semester an einer Uni ist, ist es möglich während der Klausuren ein mitgebrachtes Wörterbuch zu benutzen, so lange dieses nicht elektronisch ist. Man kann sein eigenes mitbringen, eins ausleihen oder kaufen. Englisch-Englisch Wörterbücher sind wohl für alle zugängig.
Natürlich ist eine Digitalkamera es Wert, sie mitzunehmen. Man wird ganz schnell merken wie sie einem fehlt, falls man sie nicht hat. Darüber hinaus wird man fast sicher beim Reisen einen Schlafsack brauchen. Natürlich kann man sich einen vor Ort kaufen, doch vielleicht schläft es sich im Eigenen besser.
Wetter bedingt ist das Wärmste, was man an Kleidung mitbringen sollte, ist ein Pulli oder eine leichte Jacke. Lediglich in der Nacht in den Wintermonaten wird es kühl. Doch die Tendenz ist die, dass man sich vor Ort einiges kauft und damit ganz gut leben kann.
Normalerweise findet man in den Ferien, also vor Semesterbeginn, unglaublich viele Anzeigen von den Studenten die nach Hause gehen und somit alle ihre Sachen, die sie nicht mehr brauchen, zu sehr günstigen Preisen verkaufen. Dadurch wird es sehr einfach gemacht, sich ein gemütliches Zuhause einzurichten. Wir werden darauf etwas genauer im nächsten Punkt kommen.
Eine weitere ziemlich nützliche Anschaffung wäre die Kreditkarte, falls man noch keine hat. Am besten mit einem hohen Limit. Es ist möglich mit einigen Geldkarten, gebührenfrei Geld abzuheben, das beste Beispiel ist Deutsche Bank, die mit Westpac kooperiert (www.westpac.com.au). Man kann damit ca. 500 AUD pro Woche kostenlos abheben. Dazu gibt es doch anzumerken, dass einige Geldautomaten von Zeit zu Zeit nicht adäquat reagieren und Karten behalten. Nur in dem Fall, dass sich dieser Automat in einer der Filialen befindet, kann die Karte herausgeholt werden.
Komischerweise findet man in Australien wohl kaum karierte Blätter, alles ist liniert. Kling nicht sehr realistisch, ist aber wahr.
3. Wohnungssuche vor Ort
Die Zimmersuche erweist sich als ziemlich unkompliziert. Man hat verschiedene Möglichkeiten, sich eine Unterkunft zu finden: Internet, Agenten oder Zeitungen. Die meist herkömmliche Art ist, sich auf der Serviceseite der Uni zu informieren: http://www.accommodation.uq.edu.au/index.html?id=350. Den entsprechenden Service gibt es auch an der Uni, wo das Ausdrücken von Anzeigen umsonst ist und während der Orientierungswoche täglich Informationsveranstaltungen stattfinden.
Die von Studenten meist bewohnte und zu der Uni am nächsten gelegene Gegend ist St. Lucia, siehe dazu www.ourbrisbane.com/visitors/maps, hier kann man eine Unterkunft auf dem Campus oder außerhalb finden. Des Weiteren muss man beachten, wie man zur Uni kommt, ob man die Fähre nimmt, die jede halbe Stunde fährt, den Bus oder einfach läuft. Die Busse fahren morgens sehr oft, abends wird es immer seltener, sodass man bis auf eine halbe Stunde warten muss oder sogar mehr. Dazu informiere man sich auf der Seite www.transinfo.qld.gov.au.
Überwiegend lebt man in einer WG mit einem oder mehreren Mitbewohnern, dabei gibt es sowohl Einfamilienhäuser als auch Units in Mehrfamilienhäusern. Es besteht die Möglichkeit, ein möbliert es oder nicht möbliertes Zimmer zu bewohnen. Die Preise für möblierte Zimmer beginnen bei ca. 85 AUD und gehen bis 200 AUD pro Woche, wenn man eine Klimaanlage, eigenes Badezimmer, Kabelfernsehen, Pool am Haus, etc. haben möchte. Dazu kommen die Kosten für das Telefon und eventuell Internet sowie Strom. Telefon gibt es nicht in jedem Haus, Strom aber schon. Die Stromrechnung ist dann etwa 10 - 20 AUD pro Monat pro Person. Manchmal ist einiges davon schon im Preis enthalten. Die Preise für die nicht Möblierten beginnen bei ca. 65 AUD, dabei ist nur das Schlafzimmer unmöbliert. I hatte mich für ein Zimmer erst in einer Dreier WG und im zweiten Semester für eine WG mit fünf Mitbewohnern entschieden. Ich möchte hier nur anmerken, dass es beide Male ganz nett war. Es waren nur 7.5 Minuten zu Laufen von der Haustuer bis zum Mathegebäude.
In den meisten Fällen beträgt die Mietdauer 6 Monate. Die Kaution ist im Normalfall vier Wochenmieten, die Miete ist im Voraus für zwei Wochen zu zahlen.
Die Orientierungswoche ist die letzte Woche vor Semesterbeginn. In dieser Woche wird es mit jedem Tag immer schwieriger, ein Zimmer zu finden, weil die meisten Studenten schon angekommen sind. Es gibt dennoch immer wieder Ausnahmen. Wenn man also ca. 1 – 2 Wochen vor Semesterbeginn ankommt oder einfach schnell handelt, stellt das absolut kein Problem dar, sich eine Unterkunft zu finden.
Die erste Zeit, nachdem man angekommen ist und noch keine feste Wohnmöglichkeit hat, kann man in einem Backpacker, eine Art Jugendherberge, überbrücken, welches man von Deutschland aus im Internet auf www.accomandation.com.au buchen kann, zusätzlich wird man noch vom Flughafen abgeholt und hingebracht, oder auf eigene Faust suchen. Der Preis ist ab ca. 20 AUD für ein Bett pro Nacht in einem vierer bis sechser Zimmer. Ein Doppelzimmer oder Einzelzimmer ist doppelt so teuer.
Theoretisch kann man schon von Deutschland aus sich ein Zimmer finden, doch im Normalfall macht man das besser vor Ort, wo man auch die Nachbarn kennen lernen kann. Man sollte diesen Aspekt nicht unterschätzen, da die Studenten aus vielen unterschiedlichen Ländern kommen und man möglicherweise nicht mit allen klarkommen wird.
4. Studium
4.1 UQ
Nun kommen wir zum Eigentlichen. UQ ist eine ziemlich große Uni mit mehr als 30000 Studierenden. Dabei beträgt der Anteil von ausländischen Studenten ca. 20%. UQ ist die größte Uni in Brisbane und hat einen guten Ruf. Es belegt einigen Statistiken zur Folge Plätze 3 bis 5 in Australien. Wenn man nach genaueren Informationen sucht, bietet www.uq.edu.au alles was man braucht. Die Qualität der Bildung hängt von der Fakultät ab. Die Mathefakultät www.maths.uq.edu.au verfügt leider nicht über große Geldmittel und hat daher eine ziemlich beschränkte Kursauswahl. Im Allgemeinen ist Mathematik hier im Gegenteil zu TU mehr praktisch. Dasselbe gilt wohl für den IT Bereich (www.itee.uq.edu.au). Mir hat es viel mehr Spaß gemacht, IT Kurse hier zu besuchen, als das in Berlin der Fall war. Businessfakultät (www.bel.uq.edu.au) gehört zu den besten in Australien, was wo möglich an den Geldern liegt, die zur Verfügung stehen. Beispiele zu den Teilnehmerzahlen finden sich in dem nächsten Abschnitt.
Der Campus ist sehr nett, grün und ziemlich groß. Man findet diverse Sportanlagen, Bookshops, Zeitungsläden und eine große Auswahl an dem, was man essen kann. Dazu gehören einige Mensen, Pizza Restaurant, das ziemlich beliebt ist, Cafes, Sushibar, Süßigkeiten Laden, Eiscremegeschäft und Bäckerei sowie das Red Room, eine Bar wo man alkoholische Getränke kaufen kann. Mehr zu diesem Thema ist unter 5. zu finden. Es finden regelmäßig kleine Konzerte und Messen statt. Weitere Informationen über das Leben an der UQ kann man der UQ Union Seite entnehmen: www.uqunion.uq.edu.au.
Vom Anfang an, wenn man zu UQ kommt, wird man mit Informationen zu allen Möglichen Aspekten des Lebens überschüttet. In der letzten Woche, bevor das Semester beginnt, der so genannten Orientierungswoche, finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die sowohl für alle Studenten als auch für Studenten der jeweiligen Fakultät gedacht sind. Die ganz große Welcome - Session findet immer am Montag dieser Woche statt. Erfahrungsgemäß ist das die Zeit, wo man neue Menschen kennen lernt. Als sehr nützlich erweist sich Student Center (www.sss.uq.edu.au), wo man sich mit allen möglichen Problemen, die die Uni betreffen, wenden kann. Das ist auch der erste Ort, wo man nach dem Ankommen hingeht.
Das Bildungssystem in Australien ist in Bachelor und Master aufgeteilt. Bachelor nimmt etwa 3 – 4 Jahre in Anspruch, Master 1 – 2 Jahre. Es ist üblich, vorausgesetzt man hat einen mehr oder weniger guten Schnitt, nach dem Bachelor ein honest Jahr zu machen. Man kann erst mit diesem Abschluss dann gegebenenfalls den Master in UK machen. Bei weiterem Interesse wäre www.immi.gov.au/settle/education/system.htm zu empfehlen.
Die bittere Wahrheit ist, dass man für alles an der Uni zahlen muss. Die meisten Kurse haben Kursbücher, die in dem Bookshop am Campus zu erwerben sind. Wegen der geringen Auflage und wahrscheinlich hoher Produktionskosten sind diese relativ teuer, ein guter Rat wäre, falls man welche kaufen muss, sich vor dem Semesterbeginn umzuschauen, denn die meisten Studenten verkaufen ihre Bücher, sobald sie ihre Kurse absolviert haben. Da spart man bis zu 50%. Das Ausdrücken kostet auch Geld, 5-8 Cent pro Seite. Umsonst wird es wenn man einen Post Graduate Account hat (zumindest in der Fakultät für Mathematik) oder den Zugang zu einigen Speziellen Labs hat, wo es nur ab und zu an Papier mangelt.
Diverse Bibliotheken bieten eine relativ gute Auswahl an Büchern. Man kriegt einen Bibliotheken Account, sodass solche Sachen wie Verlängern oder Bestellen vom zu Hause aus möglich ist. Die Uni hat eine sehr große Datenbank an diversen Informationen, die frei zur Verfügung stehen und unter www.library.uq.edu.au zu finden sind. Bibliotheken, sind die Plätze, wo man die öffentlichen Computer benutzen kann. Einige Fakultäten bieten eigene Labs, wo man den Zugang nur als Studierender dieser Fakultäten hat. Das Computer Problem, das in 2.6 angesprochen wurde, wird durch die USB und Emails Regeln verschärft. Man hat nur an wenigen Computern USB Anschlüsse, sodass es manchmal einfacher ist, die Daten per Email zu senden. Das Lesen und Schreiben von Emails ist an den herkömmlichen Computern von 9 bis 17 Uhr nicht möglich ist, auch nicht an den Wochenenden. Es gibt Terminals, wo man das im Stehen erledigen kann, doch auf die Dauer wird das nicht gerade angenehm, abgesehen davon, dass diese immer besetzt sind und man mit einer Wartezeit rechnen muss. Mit einem eigenen Laptop kann man von den Computersälen aus oder von zu Hause aus über den Uni Provider surfen. Wenn man sich mit dem Laptop von der Uni aus einlogt wird man sich über die Geschwindigkeit nicht beklagen. Einige Kurse oder Fachbereiche bieten die Möglichkeit, spezielle Labs zu benutzen, wo das Emails Problem nicht gegeben ist.
Letzten Endes wäre zu erwähnen, dass mit seiner COE man Zugangsdaten zu seinem Account kriegt: www.my.uq.edu.au. Von da aus kann man alles regeln, was die Kurswahl, etc. angeht. Das Studienjahr ist aufgeteilt in erstes Semester (Anfang März bis Ende Juni), zweites Semester (Ende Juli bis Ende November) und das Sommersemester (je nach dem in den großen Ferien). Ich habe das Sommersemester nicht besucht, da für dieses eben so zu bezahlen ist. Ich glaube, dass fast gar keine Austauschstudenten haben das je gemacht. Ich werde im Weiteren mich nicht auf das Sommersemester beziehen. In jedem Semester kriegt man ca. einen Monat Zeit um seine Kurse zu ändern oder zu streichen. Das hat keine materiellen Nachteile für das Study Abroad Program, da man einen festen Betrag zahlen muss, unabhängig davon wie viele Kurse man macht. Es sei also noch mal gesagt, dass man genügend Zeit in den ersten Wochen hat, sich seine Kurse in aller Ruhe auszusuchen.
4.2 Meine Kurse
Als erstes sollte man erwähnen, dass in vielen Kursen man zwei Klausuren hat, Mitte (ca. 30% der Gesamtnote) und Ende (ca. 70% der Gesamtnote) des Semesters. Abgesehen davon muss man für einige Kurse mehrere Assignments (Hausaufgaben) abliefern. Diese können bis zu 60% Prozent zur Gesamtnote beitragen, doch im Normalfall sind das ca. 30-40%. Es ist üblich, in Business Kursen ein bis zwei Assignments zu haben. In Mathe gab es für mich wöchentliche Assignments aber auch, was eher die Regel war, vier pro Semester. IT Studenten haben eher große Assignments, die bis zu vier Mal abzugeben sind. Die Anzahl der Assignments und deren Umfang variiert vom Kurs zu Kurs und von Fakultät zu Fakultät.
Im ersten Semester hatte ich mich für die folgenden Kurse entschieden: „Measure Theory“, „Stochastic Processes“, „Computation in Financial Mathematics“ (alles Mathe), „Corporate Finance“ (Business) und „Australia’s Terrestrial Environment“ (Biologie). Ich werde nur auf den letzten Kurs etwas genauer angehen. Man kann sich wohl vorstellen, worum es in den vier ersten Kursen gehen könnte. Dieser Kurs war von der Biofakultät angeboten. Das ist der Vorteil, den man hat, wenn man als Study Abroad geht: Man kann jeden beliebigen Kurs aus jeder Fakultät besuchen, vorausgesetzt man hat ausreichend Vorkenntnisse. In diesem Kurs brauchte man gar keine. Ich glaube, dass 90% der Studenten von denen, die teilgenommen haben, nichts mit Bio zu tun haben. Darüber hinaus hatte der Kurs wohl gar keine Australier, also nur internationale Studenten. Diese Veranstaltung hatte zwei Ausflüge, für die man leider zusätzlich bezahlen musste (alles zusammen ca. 400AUD): der eine zu Lamington National Park, der andere zu Stradbroke Island. Man hatte diverse Aufgaben während jedes der Ausflüge bekommen. Was würde man dafür nicht geben, um 5 Uhr morgens aufzustehen und den Vögeln im Regenwand zuzuhören, ihre Art zu bestimmen sowie die Häufigkeit und die Frequenz des Singen zu beobachten? Oder wie wäre es mit einer Dünenlandschafsmessung an einem wilden Strand, wo man nur den endlosen Ozean vor sich hat? Dabei gab es jede Menge Spaß und gute Laune trotz Aufstehen um 5 Uhr morgens. Dieser Kurs ist nicht der einziger, es gibt eine ganze Reihe solcher Kurse, wo keine Vorkenntnisse gebraucht sind. Es wäre nennenswert den Kurs Austarlia’s Marine Environment in diesem Kontext zu erwähnen, an dem ich leider nicht teilgenommen habe. Im Rahmen dieses Kurses geht man an einem der Ausflüge zum Heron Island (leider auch nicht umsonst). Ausführlichere Informationen zu diesen Kursen findet man unter www.ilc.uq.edu.au (zweites Jahr).
Im zweiten Semester habe ich folgende Kurse genommen: „Bifurcation and Chaos“ und „Financial Calculus“ (beides Mathe), „Introduction to Information Systems“ und „Artificial Minds“ (beides IT). Die Kurse waren ziemlich interessant, vom Schwierigkeitsgrad her, waren sie etwas leichter als an der TU, dass meiner Meinung nach an der praktischen Orientierung liegt. Ich werde an dieser stelle nicht mehr ins Detail gehen, ich vermute, der Inhalt der Kurse ist für die Mehrheit nicht von Interesse. Falls jemand doch Interesse an den Inhalten haben sollte, ist die oder der jenige herzlich willkommen mich per E-Mail diesbezüglich zu kontaktieren.
Als letztes, um einen Überblick über die Teilnehmerzahlen in den Veranstaltungen zu haben, sollte erwähnt werden, dass in „Measure Theory“ ca. 15 Studenten waren, in „Stochastic Processes“ 5, in „Computation in Financial Mathematics“ 7, in „Corporate Finance“ ca. 300, in „Australia’s Terrestrial Environment ca. 50“, 30 in „Bifurcation and Chaos“, ca. 10 in „Financial Calculus“, ca. 200 in „Introduction to Information Systems“ und 43 „Artificial Minds“. Diese Zahlen sind mehr oder weniger repräsentativ für alle Kurse dieser Fakultäten, wobei selbstverständlich Ausnahmen durchaus da sind. Man sollte auch berücksichtigen, dass von mir besuchte Kurse in Mathe im dritten und vierten Jahr sind, in IT im Zweiten und Business im Dritten.
Ich hatte am Anfang jedes Semesters Probleme, mich in einige Kurse online einzuschreiben, da diese entweder Post Graduate waren oder man eine spezielle Genehmigung dafür brauchte. In der Regel war das gar kein Problem, ich musste lediglich jemanden von der Fakultät diesbezüglich ansprechen. Also muss man sich keine Gedanken in Deutschland darüber machen, sobald man vor Ort ist, geht alles viel einfacher.
4.3 Anerkennung der Leistungsnachweise
Die Anerkennung der Leistungsnachweise ist selbstverständlich abhängig von der Heimhochschule und sollte im Voraus geklärt werden. Am Ende des Semesters bekommt man eine Bestätigung seiner Leistungen nach Hause zugeschickt, in meinem Fall hat das Ranke – Heinemann zugeschickt bekommen. Nach Bedarf sind die Lehrkräfte immer bereit eine zusätzliche Information in schriftlicher Form auszuhändigen. Ich habe immer darum gebeten, da die Notenverteilung in Australien sich etwas von der Deutschen unterscheidet. Hier ist ein kurzer Auszug mit Erläuterungen, dabei stellt Final Mark das Endergebnis in Prozenten.
Final mark Grade
85-100 7
75-84 6
65-74 5
50-64 4
45-49 3
20-44 2
0-19 1
1. Serious Fail
Fails to satisfy most or all of the basic requirements of the course.
2. Fail
Fails to satisfy some of the basic requirements of the course.
3. Pass Conceded
Falls short of satisfying all basic requirements for Pass but can be granted concession for deficiencies through:
• being close to satisfactory overall, or
• having compensating strengths in some aspects of the course, or
• having compensating strengths in other courses, or
• other mitigating considerations.
4. Pass
Satisfies all of the basic learning requirements for the course, such as knowledge of fundamental concepts and performance of basic skills; demonstrates sufficient quality of performance to be considered satisfactory or adequate or competent or capable in the course.
5. Credit
Demonstrates ability to use and apply fundamental concepts and skills of the course, going beyond mere replication of content knowledge or skill to show understanding of key ideas, awareness of their relevance, some use of analytical skills, and some originality or insight.
6. Distinction
Demonstrates awareness and understanding of deeper and subtler aspects of the course, such as ability to identify and debate critical issues or problems, ability to solve non-routine problems, ability to adapt and apply ideas to new situations, and ability to invent and evaluate new ideas.
7. High Distinction
Demonstrates imagination, originality or flair, based on proficiency in all the learning objectives for the course; work is interesting or surprising or exciting or challenging or erudite.
4.4 Kontakte zu Studienkollegen
In einigen Kursen gibt es Arbeitsgruppen für die Abgabe der Hausaufgaben, doch gewöhnlich ist man auf sich allein gestellt. Das finden von study buddies ist dann die Aufgabe jedes einzelnen Der Stand der Dinge ist aber so, dass die ausländischen Studierenden schneller in den Kontakt miteinander kommen als mit den Einheimischen. Diese Tendenz ist aber wohl überall auf der Welt zu beobachten. Der nächste Punkt, der zu erwähnen wäre, ist dass an der UQ es ziemlich viele deutsche Studenten von Semester zu Semester gibt, die für ein Semester nach Australien kommen. Es gab Kurse mit mehr als 10 Teilnehmern aus Deutschland. Deutschland belegt wahrscheinlich den dritten oder vierten Platz nach Asien, darunter überwiegend China, und Amerika. Dieses Verhältnis weicht aber durchaus von Uni zu Uni ab.
5. Freizeit
5.1 Freizeit vor Ort
Im Laufe des Semesters gibt es einige Veranstaltungen, die dazu dienen sollen, die Studenten aus unterschiedlichen Ländern zusammenzubringen. Organisiert wird das durch die UQ Union (www.uqunion.uq.edu.au). Leider erfüllen diese nicht immer die Erwartungen. Diverse Sportarten, die im Rahmen des UQ Sport (www.uqsport.uq.edu.au) laufen, bieten eine gute Freizeitbeschäftigung. Man wird sich nicht über die Vielfalt des Angebotes beklagen, doch wie es bereits erwähnt wurde: Nichts ist umsonst. In meinem Fall wollte ich der Volleyball Mannschaft beitreten, doch für den laufenden Wettbewerb wären ca. 350 AUD für die Uniform, Mitgliedschaft in diversen Volleyball Verbänden und die Mitgliedschaft im Team fällig.
Ansonsten am Wochenende oder auch nicht geht man aus. Die meisten Clubs findet man in Furtitude Valley oder in City. Die Busse fahren nur bis ca. 23 Uhr, das ist eine der Schwachstellen von Brisbane – die öffentlichen Verkehrsmittel, sodass man auf Taxi angewiesen ist. Der Preis für die Fahrt von City bis St. Lucia in dieser Zeit ist ca. 10 – 15 AUD. Es ist nicht ausgeschlossen, dass man dafür in der City Schlange stehen muss. Die Busfahrt innerhalb einer Zone – City and St. Lucia sind Zone 1, kosten für einen Studenten 1 AUD, die Hälfte des regulären Preises.
Es finden in Brisbane regelmäßig verschiedene Festivals, sodass fast jeder etwas für sich finden kann, näheres entnehme man www.ourbrisbane.com. Eine beliebte Attraktion, wenn man ohne hin darauf nicht schon als Verkehrsmittel zur Uni angewiesen ist, ist die Ferry entlang des Brisbane Rivers. Die Reise würde ca. 1.5 Stunden in Anspruch nehmen und ist alle Mal Wert mit Freunden oder Familie zu unternehmen (www.brisbane.qld.gov.au/:STANDARD::pc=PC_1231). Ein weiterer beliebter Ort zum Spazierengehen ist Southbank, das auf der von City gegenüberliegenden Flussseite liegt. In dem Pool unter dem freien Himmel kann man sich auch nachts aufhalten. Man hat einen hervorragenden Blick auf die nächtliche Stadt mit allen Lichtern. Im Winter ist das weniger angenehm, geht aber auch. Näheres dazu findet man unter www.brisbanecitylife.com.au/bcl/places/southbank.htm. In Southbank wie an vielen Plätzen in ganz Australien findet man öffentliche Grillplätze, die bis in die Nacht im Betrieb sind und von allen benutzt werden können. Man braucht auch keine Kohle, da diese mit Gas versorgt sind. Das Konsumieren von alkoholischen Getränken ist da leider nicht gestattet. Siehe dazu mehr im Punkt 7.
Ich muss gestehen, dass in der ganzen Zeit wo ich da war, mir nur ein Theaterausflug gelungen ist. Es liegt zu einem an dem Programm, das leider etwas enttäuschend ist und zum anderen an den nicht gerade studentenfreundlichen Preisen. Man kann das mit dem sauberen Gewissen auf die Zeit in Deutschland verlegen. Auf der anderen Seite ist gibt es Kino. Die ermäßigten Preise sind ca. 8 AUD, was eigentlich in Ordnung geht. Um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, könnte man eine Blick auf die folgende Seite riskieren: www.greaterunion.com.au/cinemas/cinema.asp?cinema=98.
5.2 Reisen
Australien bietet eine ganze Reihe von unglaublichen Reisezielorten. Ich werde an dieser Stelle nicht auf diese genauer eingehen, ihr werdet das schon selbst sehen. Die Flüge innerhalb Australiens sind relativ günstig. Es empfiehl sich aber im Voraus damit zu kümmern. Man kann weitere Informationen folgenden Seiten entnehmen: www.jetstar.com.au, www.freedomair.co.nz, www.virginblue.com.au, etc.
Im Punkt 3 angesprochene Hostels (Backpackers) sind die wohl meist verbreitete Unterkunftsmöglichkeit. In jeder wie auch kleiner Ortschaft findet sich zumindest eins. Als Alternative kann man sicherlich zelten, doch das ist Wetter bedingt nicht immer angenehm. In diesem Fall findet man auch in ziemlich jeder Ortschaft ein Camping Ground. In beiden Fällen sollte man rechtzeitig buchen, da zu einem in den Ferien das Beste normalerweise ausgebucht ist and zum anderen wenn man am Abend kommt, ist nicht unbedingt mit jemanden an der Rezeption zu rechnen, siehe mehr dazu unter www.lonelyplanet.com. (Es empfiehlt sich so einen Reiseführer sowieso zu kaufen. Der Preis wäre ca. 42 AUD). Die Priese für ein Bett sind ab 13 AUD, je nach dem mit wie vielen Leuten man das Zimmer teilen möchte. Doppelzimmer sind im Regelfall 50-70 AUD pro Nacht. Campen kostet etwa 20 AUD pro Zelt.
Erst ab 25 wird es billiger ein Auto zu mieten, wobei regulärer deutsche Führerschein völlig ausreicht. Ich habe nie meinen Internationalen vorzeigen müssen. Für Abenteuerlustigen ist es allemal wert ein Wohnmobil zu mieten (z.B. www.wickedcampers.com.au oder ähnliches). Die oben erwähnten Camping Grounds bieten die Möglichkeit zum Waschen, Kochen, etc., sodass das Zelten zum reinen Vergnügen wird.
Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wenn man nach Australien über Asien fliegt, sind nur ca. 25 kg. Gepäck erlaubt. Beim Flug über US sind es zwei mal 32 kg. Also spätestens beim Packen bevor man den Heimweg einschlägt, kann das zu einem Problem werden. Der weitere Schwachpunkt des Systems ist, dass die Flugtickes nur ein Jahr gültig sind.
6. Arbeiten und Praktika
Die meisten Banken bieten für Studenten die Möglichkeit ein kostenloses Konto zu eröffnen. Man kann auch ohne überleben, doch in meinem Fall erwies sich als nützlich. Das Bezahlen von Studiengebühren für das zweite Semester wurde dadurch etwas einfacher. Des Weiteren ist ein australisches Konto für einen möglichen Job vom großen Nutzen.
Das Arbeiten während des Semesters ist erlaubt bis maximal 20 Stunden pro Woche, man muss ein Arbeitervisum für 45 AUD vor Ort beantragen. Siehe dazu www.immi.gov.au. Ebenso braucht man eine Tax File Number (www.ato.gov.au/individuals/) damit man nicht zu viele Steuern zahlen muss. Diese kann man online beantragen und es dauert nur einige Tage bis man diese bekommt.
Praktika sind in Australien eher nicht so verbreitet wie in Deutschland. Außerdem möchten die australischen Firmen verständlicherweise nicht wirklich Zeit in die Menschen investieren, die früher oder später das Land verlassen werden. Es gibt einen Vermittlungsservice an der Uni (www.uq.edu.au/international/?page=17599.au). Dieser kostet aber ziemlich viel Geld. Ich kenne niemanden, der das benutzt hat. Es besteht die Möglichkeit ein Praktikum an der Uni zu absolvieren, das auch bezahlt wird. Das hängt von der Fakultät ab und kann für einen längeren Zeitraum (z.B. 6 Monate) angeboten werden. Dabei muss man normalerweise ein zusätzliches Visum – Occupational Training Visa (www.immi.gov.au/allforms/) beantragen. Man sollte in diesem Fall mit viel Pierverkehr rechnen. Dieses Visum ist kostenpflichtig.
Wenn das Studentenvisum abläuft, kann man ein Touristen Visum beantragen. Macht man das von Australien aus, ist das kostenpflichtig. Schaft man aber vom Ausland das zu machen, ist das Visum umsonst. Das meist beliebte Ausland in diesem Fall ist New Zealand.
7. Lebensunterhalskosten
Die Kosten für die Lebensmittel in Australien sind ähnlich zu den Deutschen. Das Essen in einem normalen chinesischen Restaurant gibt schon ab 5 – 6 AUD, McDonalds Menüs (regulär) sind ca. 6 AUD. Alkoholische Getränke sind wesentlich teuerer. Zigaretten sind ca. 8 – 9.50 AUD pro Schachtel. Die Benzinpreise waren in Juli 2005 etwa 1.10 AUD für einen Liter Bleifrei.
Die Lebensmittelgeschäfte sind sieben Tage die Woche geöffnet, während der Woche bis 20 Uhr. Ansonsten schließen die Geschäfte um 5 Uhr abends. Es gibt donnerstags und freitags lange Öffnungszeiten für die Geschäfte in der City und den Einkaufszentren.
8. Nachwort
Mein Aufenthalt in Australien hat sich für mich gelohnt in vielerlei Hinsicht. Neue Menschen, neue Kulturen und Sitten – das hat definitiv zum Guten beigetragen. Das Studium trotz einiger Schwachpunkte ist ziemlich gut und macht sogar an einigen Stellen mehr Spaß als in Deutschland. Das Land ist einmalig und alle Mal es Wert hinzufahren. Ich schließe einen weiteren Aufenthalt in Australien im Rahmen meines Studiums nicht aus, doch vorerst muss ich wohl etwas für mein Diplom machen.
Ich hoffe sehr, dass mein Bericht sich euch als hilfreich erweisen wird. Bei eventuellen Fragen stehe gerne zur Verfügung. Die Angaben, die im Text gemacht wurden, sind ohne Gewähr.
Und als letztes: Ihr werdet das sicher nicht bereuen, falls ihr hingeht!