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Mein Abenteuer Australien fand für mich in Hobart, Tasmanien, statt. Hobart, die Hauptstadt des kleinsten Staates innerhalb des Commenwealth of Australia, liegt im Süden der grünen Insel und gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten der ersten Europäer des 18. Jahrhunderts.

Obgleich Hobart damit auf eine relativ lange Geschichte zurückblicken kann, ist es doch schön überschaubar geblieben. Dies bedeutete mehrere Vorteile für mich: zum einen ist es auch für internationale Studierende recht einfach sich schnell zu orientieren und die wichtigsten Anlaufstellen ausfindig zu machen. Zum anderen, und wohl noch wichtiger, fiel es mir in Hobart sehr leicht Kontakte sowohl mit nationalen als auch mit internationalen Kommilitonen zu knüpfen.

Dazu hat auch die Größe der Universität und der einzelnen Seminare beigetragen. Die Universität Tasmanien, kurz UTas, hat insgesamt nur etwas mehr als 10.000 Studierende – verteilt auf zwei Hauptgelände in Launceston, im Norden Tasmaniens, und eben in Hobart. Da meine Heimatuniversität in Deutschland relativ groß ist, fühlte ich mich somit recht geborgen und die studentische Atmosphäre habe ich des Öfteren als familiär wahrgenommen.

Die Größe der Seminare, insbesondere auch der Tutorien, war ebenfalls ideal, sodass ich schnell Kontakte knüpfen konnte. Aus einigen dieser Kontakte hat sich über die Dauer meines Auslandsaufenthalts sogar gute Freundschaft entwickelt. Die offene, herzliche Art der Tasmanier hat mir zusätzlich geholfen, mich schnell zu integrieren. Ebenso hilfreich war die profunde und ausgesprochen herzliche Betreuung durch meine Betreuerin Melanie Wise vom International Office vor Ort. Sie war hatte für jede Angelegenheit ein offenes Ohr und ständig daran interessiert, dass es mir und den weiteren Studierenden aus dem Ausland möglichst gut ergeht und uns damit ein reibungslosen Studienablauf gewährleistete. Der Kontakt zwischen Melanie Wise und dem Institut Ranke-Heinemann war ebenso super, sodass meine gesamte Anmeldung an der UTas ein Kinderspiel war.

Ich habe in einem der drei Colleges in Hobart gewohnt und gelebt, was ich nur empfehlen kann. Dabei handelt es sich um Wohnheime, in denen man kulinarisch rund um die Uhr versorgt wird. Doch bieten diese Wohnheime weit aus mehr als bloß Quartier und Essen. Mein College, das Christ College, bot eine große Bandbreite verschiedenster Aktivitäten an. Es gab unglaublich viele Sportgruppen (von Tennis über Basketball bis hin zum Aussie-Rugby) sowie gemeinsame Pub-Abende, „Bushwalking“-Ausflüge und sogar kostenlose Privattutorien, die mit dem Lehrangebot der Uni abgestimmt sind. Zudem gab es zwei TV-, einen Billard-, und zwei Computer/Internet-Räume.

Im College habe ich mich sehr schnell wohl gefühlt und sehr nette Leute aus aller Welt kennen gelernt. Ich war zunächst überrascht, dass im College derart viele study-abroad-Studenten aus den USA leben. Da ich neben Geschichte auch Englisch studiere, war dies für mich jedoch super. Die meisten meiner Freunde, die ich down under in „Tassie“ kennengelernt habe stammen denn auch aus Amerika.

Mit drei Amerikanern und zwei Australiern, die ich im College kennenlernte, habe ich im Anschluss an mein Semester eine 4,5-wöchige Tour durch das australische Festland gemacht – ein einmaliges, unvergessliches Erlebnis. Doch obgleich ich auf diesem Wege fast die gesamte Ostküste (von Cairns bis nach Sydney) sowie Adelaide, Melbourne und Canberra gesehen habe und z.T. wirklich von der Schönheit dieser Städte und ihrer Umgebung begeistert war, muss ich doch sagen, dass mir Tasmanien am besten gefällt.

Viele Bereiche der Insel sind noch absolut von Menschenhand unberührt und man muss lediglich einige Minuten mit dem Auto aus Hobart herausfahren und schon befindet man sich in unbeschreiblich schöner „wilderness“. Es gibt herrliche, kilometerlange, weiße Sandstände, an denen man (zu mindest im australischen Sommer) auch baden kann. Im Inselinneren befindet sich Regenwald mit aufregendem „wildlife.“ Selbst in Hobart ist es keine Seltenheit wenn man auf dem Weg zum Supermarkt das ein oder andere Wallaby (kleineres Känguru) erspäht.

Meine Kurse an der Uni habe ich trotz Wahrnehmung des reichhaltigen Angebots der vielen Social Clubs (Waterrafting, Reiten, Theater, Bushwalking,…) recht erfolgreich abgeschnitten. Die meisten meiner Professoren waren überaus freundlich und haben ein besonderes Interesse an mir als Auslandsstudenten gezeigt.

Der Abschied aus Tasmanien und Australien ist mir letztlich sehr schwer gefallen und noch jetzt wünschte ich mich nicht selten zurück an diese Universität mit ihrer tollen Betreuung. Doch ist dies wohl das beste Zeichen dafür, dass die Uni sowie Land und Leute besser hätten kaum sein können.

PS: Einem jeden Studenten, der sich auf den Weg nach Hobart, Tasmanien, macht, sei geraten reichlich Sonnencreme einzupacken. Entgegen allen Hinweisen im Vorfeld war das Klima weder regnerisch noch kalt, sondern strahlend sonnig.

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© by Institut Ranke-Heinemann - Studium/Studieren in Australien und Neuseeland, 2009