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Erfahrungsberichte 4AClub
Ankommen und Zimmersuche:

Durch den Abholservice der University of Melbourne gestaltete sich die Ankunft in Melbourne als problemlos. Ich würde also jedem empfehlen, diesen Service in Anspruch zu nehmen. Man wird dann direkt zu der Unterkunft gebracht, die die Uni vorher organisiert hat (wenn man das wollte). Dort kann man dann erst mal seinen Jetlag kurieren. Die Unterkünfte, die vom Student Support Service (Baldwin Spencer Building) organisiert werden, liegen alle sehr uninah, so dass man von dort aus schon mal alle nötigen Formalitäten erledigen kann. Am besten geht man als aller erstes zum International Centre (John Smythe Building), wo man sehr freundlich empfangen und mit allen Informationen, die man für den Anfang braucht, versorgt wird. Dort kann man sich dann auch gleich um seine ‚health insurance‘ kümmern je früher desto besser - , denn es dauert eine ganze Weile, bis man seine Versichertennummer bekommt und damit auch bald die Medicare Versichertenkarte. Sollte man in der Zwischenzeit schon einen Arzt benötigen, kann man sich ans International Centre wenden, die auch ohne Versichertenkarte einen Arzttermin beim Health Service (Grattan Street) möglich machen.
Für die Zimmersuche kann man sich an den Student Support Service wenden; dort gibt es auch einen Aushang mit etlichen Zimmerangeboten. Eine weitere Möglichkeit bietet immer noch Readings Bookshop auf Lygon Street. Dort findet man an einem Seitenfenster Angebote verschiedenster Art, also auch Möbel etc., die man meistens braucht, da die Zimmer in der Regel unmöbliert vermietet werden. Es dürfte nicht zu schwierig sein, ein Zimmer zu finde, und unter Umständen kann man auch sehr günstige kriegen. $55 die Woche ist mit viel Glück möglich, man sollte aber eher von etwa $ 80 pro Woche ausgehen, was für ein uninahes, einigermaßen großes Zimmer ein durchaus realistischer Preis ist.
Anfang - Studium in Australien - Institut Ranke-Heinemann

Studieren und Reisen:

Das Vorlesungsverzeichnis der Uni Melbourne läßt sich ohne Problem übers Internet einsehen, und ich würde empfehlen vorab schon mal ein paar Kurse auszugucken, obwohl man später dann nach meiner Erfahrung sowieso alles noch mal umschmeisst. Es ist kein Problem, auch Kurse zu wählen, die primär nichts mit der eigenen Studienrichtung zu tun haben, man sollte dabei aber nicht vergessen, dass vieles interessanter klingt als es ist, wie z.B. der Kurs Australia Now über australische Kunst, Wirtschaft, Politik etc. Mir hat er nicht viel gebracht, aber es gab auch Studenten, die sich sehr dafür begeistern konnten. Der Kurs Experiental Understandings of the Australian Landscape bietet zwei Fieldtrips ins Umland an und ist schon allein deswegen sehr empfehlenswert. Geleitet wird der Kurs von Stuart Dickinson, von dem man sich auch Zelte und Campingzubehör leihen kann, wenn man privat auf Reisen gehen möchte (zu einem sehr günstigen Preis). Es ist also nicht unbedingt notwendig, Campingutensilien aus Deutschland mitzubringen.
Anfang - Studium in Australien - Institut Ranke-Heinemann

Was das Psychologiestudium angeht, so ist es für ausländische Studenten auch möglich, nur ausgewählte Kurse zu studieren, und andere, die eigentlich zum Paket dazu gehören, wegzulassen. Man muss das allerdings mit dem Sekretariat vorher abklären. Generell sollte man sich nicht zu sehr darauf versteifen, Vorlesungen oder Seminare unbedingt belegen zu wollen, die man sich von Deutschland aus übers Internet ausgesucht hat. Meine Erfahrungen waren, dass der Semesterplan sowieso nochmals komplett umgestaltet wird, da Seminare oft auch zeitlich miteinander kollidieren oder auch inhaltlich nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen.
Außerdem sollte man noch wissen, dass der Aufwand für ein Seminar in Australien in der Regel um einiges höher ist als in Deutschland. Eine Hausarbeit, ein Referat und am Ende des Semesters eine Klausur sind durchaus üblich – nicht zu vergessen die stetige Lektüre der ‚Reader‘, die auch noch viel Zeit beansprucht. Für die Hausarbeiten stehen feste Abgabetermine fest, so dass es hilfreich ist, einen Zeitplan für alle zu bewältigenden Arbeiten zu erstellen. Gibt man später ab, ohne vorher eine Genehmigung vom Dozenten eingeholt zu haben, so schlägt sich das normalerweise bei der Zensur nieder. In der Regel wird ein Punkt abgezogen. Es ist aber kein Problem, als ausländischer Studierender eine Verlängerung der Abgabefrist zu erhalten. Die Dozenten sind in dieser Hinsicht sehr kulant.
Computerräume sind an der uni ausreichend vorhanden, und einige sind auch 24 Stunden 7 Tage in der Woche offen (z.B. Old Physics). Wer ein Notebook hat, tut natürlich gut daran, es mitzunehmen, es ist aber kein Problem, seine Hausarbeiten an den von der Uni zur Verfügung gestellten Computern zu schreiben. Man muss allerdings damit rechnen, dass die Computer des öfteren abstürzen. Deswegen sollte man alles auf mehreren Disketten speichern, um Katastrophen vorzubeugen.
Fürs Reisen bietet sich an, eine Kreditkarte zu haben, denn es ist in Australien viel verbreiteter, bargeldlos zu zahlen als in Deutschland
Neben Greyhound und Mc Cafferty’s (gängige Busunternehmen) darf man nicht vergessen, dass es auch sehr günstig ist, mit dem Zug zu fahren. Ich persönlich fand es viel bequemer, wenngleich es auch leider etwas langsamer voran geht. Dort kann man sogar warmes Essen zu recht günstigen Preisen bestellen und muss nicht immer auf Fish und Chips zurückgreifen, die es an den Raststätten der Busreisenden gibt. Außerdem hat man im Zug viel mehr Beinfreiheit und kann viel bequemer schlafen. In Westaustralien kann man allerdings nur mit Greyhound reisen, da es dort überhaupt keine Züge gibt. Ab und zu gibt es auch spezielle Angebote der Bus- und Zuggesellschaften, mit denen man dann extrem günstig reisen kann. Man sollte also stets die Augen und Ohren offen halten, wenn eine Reise ansteht.
Ich persönlich würde versuchen, neben dem Studium so viel wie möglich das Land zu erkunden, denn man macht wirklich einmalige Erfahrungen, die einem keiner mehr nehmen kann.

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