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Ein Semester an der Macquarie Univerity Sydney - Ein Traum

Ich verbrachte das erste Semester 2004 als Study Abroad Postgraduate Student an der Macquarie University. Obwohl mein Fach reichlich exotisch anmutet, findet man auch als Ägyptologe (!) ein seht gutes Kursangebot in Australien.
Mein Wahl fiel primär auf Macquarie, weil ich schon einmal in Sydney war und dort Freunde habe. Der zweite Grund lag am hervorragendem Lehrpersonal, das internationales Renommee besitzt.
Schwierigkeiten für ein Auslandssemester können eigentlich nur die sehr hohen Semestergebühren bereiten, da die Bewerbung über dieses Institut völlig reibungslos funktioniert.
Falls man sich die Gebühren nicht leisten kann, empfiehlt es sich ein Stipendium zu beantragen. Ich selbst hatte ein Teilstipendium für ein Auslandssemester beim DAAD, der allerdings sehr hohe Auswahlkriterien hat. Mit den nötigen Leistungen und großer Ausdauer im Bewerberbungsverfahren steht der Auslandserfahrung letzten Endes aber nichts mehr im Weg. Der DAAD übernimmt dann einen Großteil der Semestergebühren (ich brauchte \"nur\" ca. €1000 der insgesamt €4500 aus eigener Tasche bezahlen), zahlt eine Pauschale von €1000 für den Flug (reicht meistens völlig aus) und zahlt ca. €300 pro Monat für die Zeit des Aufenthalts.

Bevor man sich auf den Weg nach Sydney macht ist es von Vorteil sich schon einmal auf dem Wohnungsmarkt umzusehen, falls man nicht auf dem Campus wohnen will. Hier ist www.flatmates.com.au zu empfehlen. Diese Seite listet Wohnungen auf, bei denen man zur Untermiete wohnen kann, meistens mit Bildern des entsprechenden Zimmers. Man kann Kontakt mit dem Vermieter/den Vermietern aufnehmen, was sich meistens als sehr einfach gestaltet. Mit Aus$150 bis 200 Miete pro Woche muß man jedoch rechnen, da Sydney allgemein nicht gerade billig bei den Mieten ist. Direkt zu Semesterbeginn ist fast unmöglich eine Wohnung/ein Zimmer zu bekommen, da in dieser Zeit (fast) alle Studenten in Sydney auf Wohnungssuche sind. Falls man die Möglichkeit hat, ist es empfehlenswert in eine Studenten-WG zu ziehen, da man so gleich Kontakt zu den sehr geselligen und freundlichen Aussies bekommt.
Als Wohnlage kann ich Crows Nest und North Sydney empfehlen, da man von dort sehr schnell Downtown und an der Uni ist.

Das Studium an sich ist um einiges mehr verschult als in Deutschland, die Anforderungen sind dementsprechend hoch. Pro Kurs musste ich mindestens eine große Arbeit schreiben und zwei Referate halten. Bei einem Kurs hatte ich zusätzlich noch eine Abschlußklausur.
Mit dem passenden Einsatz und Lerneifer ist jedoch alles zu schaffen. Letzteres ist auch ratsam, da einem das Visum annuliert werden kann, falls man das Kursziel nicht erreicht, man also \"durchfällt\".

Auch mit Stipendium ist es meist unumgänglich nebenbei zu jobben (ich jedenfalls musste). Dafür benötigt man ein weiteres Visum, daß extra beantragt und bezahlt werden muß. Die nötigen Infos erhält man SA Office auf dem Campus. Die Jobsuche gestaltet sich einigermaße schwierig, wenn man nicht in einem Café arbeiten will. In diesem Fall sollte man sich bei möglichst vielen Zeitarbeitsfirmen registrieren. Ich kann MANPOWER empfehlen. Die zu zahlenden Steuern erhält man zurück.

Neben dem Studium sollte man jedoch auch Australian bereisen. Die Entfernungen sind jedoch nicht zu unterschätzen: was auf der Karte wie ein Katzensprung aussieht, kann sich als eine Reise von einfach mehr als 1000km entpuppen. Wenn man keine Angst vor Linksverkehr hat, kann man sich ohne Probleme ein Auto mieten und auf eigene Faust das Land erkunden. Von Fahrten in das echte Outback sei jedoch abgeraten, da man als Europäer meist keinerlei Wüstenerfahrung mit sich bringt.
Empfehlenswert sind außerdem die Blue Mountains und das gesamte Umland von Sydney.

Alles in allem ist Sydney auf alle Fälle eine Reise wert und man wird, wenn man wieder daheim ist, immer wieder dorthin zurückkehren wollen.

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© by Institut Ranke-Heinemann - Studium/Studieren in Australien und Neuseeland, 2010