Hallo, ich bin Katharina und habe vor kurzer Zeit ein Master-Studium an der Griffith University (Gold Coast Campus) in Queensland, Australien begonnen. Ich möchte kurz erzaehlen, wie es dazu kam und welchen Eindruck ich bisher von meiner neuen Umgebung habe.
Da ich durch ein Bachelor-Studium in Sydney (1997-2000) bereits Studienerfahrung in Australien hatte, wusste ich, dass das Bildungsniveau dort sehr hoch ist. Nach meinem Abschluss wollte ich jedoch erst einmal für einige Zeit arbeiten, um eventuell später ein weiteres Studium aufzunehmen.
Dieser Zeitpunkt kam im November 2004 – eine Zeit, die für mich beruflich wie privat eine Wende darstellte. Nach 6-jähriger Berufserfahrung spürte ich, dass die Karriereperspektiven in meinem derzeitigen Job in Deutschland begrenzt waren. Soeben hatte ich allerdings ein gutes Stellenangebot für eine leitende Position in einer anderen Firma erhalten. Obwohl ich dieses Angebot durchaus reizvoll fand, ließ mich der Gedanke an ein Aufbaustudium in Australien nicht los.
Bei meinen Recherchen im Internet zu Studienmöglichkeiten in Australien wurde ich auf die Webseite des Instituts Ranke-Heinemann aufmerksam. So erfuhr ich von einer Messe australischer und neuseeländischer Universitäten , welche in Kürze an verschiedenen deutschen und österreichischen Universitäten stattfinden sollte. Sofort fasste ich den Entschluss, mit dem Institut Kontakt aufzunehmen und eine dieser Messen zu besuchen. Dank das gut organisierten Messe-Programms war es möglich, sich persönlich beraten zu lassen und einen Eindruck von jeder einzelnen anwesenden Hochschule zu bekommen. Ich war überzeugt davon, wieder in Australien zu studieren – das Schwierigste war nun die Auswahl der Universität!
Nach langem Überlegen entschied ich mich für die Griffith University in Queensland, da diese für meine erwünschte Fachkombination (Hotel- und Tourismus-Management) das beste Angebot hatte. Darüber hinaus war die Vorstellung, Tourismus in einer klimatisch so angenehmen Umgebung zu studieren, natürlich sehr reizvoll!
Was mich überraschte, war der Umfang der Betreuung durch das Institut Ranke-Heinemann. War ich 1997 bei der Studienplatz-Suche für mein Bachelor-Studium in Sydney noch fast völlig auf mich allein gestellt, so war es nun eine Erleichterung zu erfahren, dass der gesamte Anmeldeprozess sowie die Kommunikation mit der Universität vom Institut Ranke-Heinemann übernommen wird. Nach der Zusage durch die Universität gab es daher nicht mehr viel Organisatorisches zu tun: ich musste lediglich mein Studentenvisum beantragen (was inzwischen recht schnell und problemlos mit der E-Visa-Methode per Internet moeglich ist) und konnte mich dann ganz den Reisevorbereitungen widmen.
Die Griffith University selbst war auch bereits vor der Abreise sehr zuvorkommend, indem sie mir hilfreiche Prospekte und Weblinks zur Vorbereitung auf mein Studium zur Verfügung stellte. So konnte ich bereits einen Eindruck von meiner zukünftigen Universität bekommen und sogar mit Professoren und administrativem Personal per Email Kontakt aufnehmen, um mehr über mein Programm zu erfahren. Es gab sogar die Option, sich im Studentensekretariat vorab nach Unterkunftsmöglichkeiten zu erkundigen – auf diesem Weg habe ich auch meine Wohnung in Queensland gefunden!
Und jetzt bin ich hier! Noch immer kann ich es kaum glauben. Obwohl ich Australien bereits gut kenne, ist mir diese Region relativ unbekannt. Das Land ist einfach wahnsinnig groß, so dass man auch nach Jahren immer wieder Neues entdecken kann. Die Landschaft ist herrlich – ich habe sogar ein Fahrrad gekauft, um sie besser kennenzulernen. Es gibt gute Radwege, und Fahrräder sind oft gebraucht von anderen Studenten oder im Handel erhältlich. Das ist auch eine gute Möglichkeit, zur Universität zu kommen und sich gleichzeitig fit zu halten.
Die erste Woche an der Griffith University heißt nicht umsonst “Orientation Week“! Da das Gelände recht umfangreich ist (und mein Campus ist nur einer von insgesamt fünf der Griffith University!), musste ich mich erst einmal zurechtfinden. Die Formalitäten beim elektronischen Einschreiben in das Studienprogramm sind auf den ersten Blick auch etwas verwirrend. Zum Glück gibt es überall Wegweiser sowie freundliche Menschen, die gern weiterhelfen. Ein ganzes Gebäude wurde speziell für internationale Studenten eingerichtet, und man fühlt sich sofort willkommen! Einmal kam ich durch Zufall am internationalen Büro vorbei, und die Vorsitzende nahm sich spontan die Zeit, einen anderen internationalen Studenten und mich zu fragen, ob wir uns wohl fühlen und sie uns irgendwie helfen könne. Wie waren sehr überrascht, denn sie telefonierte gerade, aber sie sagte einfach, sie könne die Person auch später noch anrufen. Es ist gerade diese herzliche Natur der Australier, die immer wieder aufs Neue motiviert und begeistert – sicherlich ein wichtiger Grund, warum Australien als Studien- wie als Urlaubsland so beliebt ist.
Natürlich gibt es Momente, in denen es schwierig ist, z.B. weil man die vertraute Umgebung vermisst, aber das ist völlig normal. Es hilft in diesen Situation, sich daran zu erinnern, dass es den anderen Studenten ganz genauso geht. Hinzu kommt ein umfangreiches Freizeitangebot mit verschiedenen Clubs, so dass es wirklich kein Problem ist, schnell Kontakte zu knüpfen – mit interessanten Menschen aus aller Welt! Die Zusammenarbeit in Gruppen ist ein fester Bestandteil des Studienprogramms, denn so werden Studenten optimal auf den internationalen Arbeitsmarkt vorbereitet. Ich bin derzeit in einer Projektgruppe mit Studenten aus Finnland, Peru und China. Gerade in einem Studienfach wie Tourismus ist es faszinierend zu erleben, wie Menschen aus verschiedenen Ländern denken und kommunizieren.
Waehrend ich dies hier schreibe, bin ich in meiner fünften Woche an der Griffith University. Bisher gefällt mir das Studium sehr gut. Der fachliche Anspruch ist recht hoch, was auch gut ist, denn so weiss man, dass sich die Studiengebühren auszahlen. Der Stoff ist sehr konzentriert, so dass es wichtig ist, seine Zeit gut zu organisieren. Manchmal frage ich mich wirklich, wie ich allen Anforderungen gerecht werden kann, aber die Betreuung, sowohl im fachlichen als auch im sozialen Bereich, ist einmalig. Es gibt immer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Hilfe zu bekommen. Die Bibliothek bietet sogar kostenlose Seminare an, in denen wertvolle akademische Kenntnisse vermittelt werden, z.B. Computerkurse, so dass man immer auf dem aktuellen Stand ist.
Es ist eine tolle Erfahrung, sich sowohl beruflich als auch persönlich weiter zu entwickeln. Die Auseinandersetzung mit einer neuen Umgebung, Kontakte mit Menschen aus aller Welt, traumhafte Reisemöglichkeiten und natürlich ein international anerkannter Abschluss – das sind nur einige der Gründe, warum ich ein Studium in Australien nur weiterempfehlen kann. Ich bin schon jetzt überzeugt davon, dass die Entscheidung, hier zu studieren, absolut richtig ist und freue mich auf ein spannendes Jahr.