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  Nachrichten aus australischer und neuseeländischer Wissenschaft und Forschung
  [08.07.2010] Fern sehen - Studieren in Down Under ganz nah auf Ranke-Heinemann TV
  [15.06.2010] Down UNIder - Magazin von Studenten für Studenten - neue Ausgabe erschienen
  [07.06.2010] Neue Erkenntnisse in der Bakterienforschung zur Verbesserung von Implantaten
  [11.03.2010] Fähigkeit zur Gesichterkennung liegt in unseren Genen
  [24.02.2010] Forscherteam macht wichtige Entdeckung für die nächste Solarzellengeneration

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Studienabschluss in Sicht, was nun?
Studium in Österreich war fast beendet. Nur noch das FH-Praktikum und die Diplomarbeit trennten uns von unserem Abschluss. Aber was danach? Job suchen, Wohnung suchen, etc. Das alles kam für uns nicht in Frage. Wir entschlossen uns weiter zu studieren und unseren Master zu machen. Nachteil an dem ganzen war dann leider das liebe Geld. Keine Stipendien für uns um uns unser Ziel, einen Masterabschluss zu bekommen, zu verwirklichen. Nach längeren Überlegungen entschieden wir uns im September 2005 für ein postgraduales Zertifikat bzw. Diplom. Nun stellte sich noch die Frage wo. Nach langer Recherche im Internet haben wir uns dafür entschieden uns an der Edith Cowan University und an der Curtin University zu bewerben. Beide sind in Perth, Western Australia oder kurz WA wie die Westaussis ihre Heimat nennen.
Der Grund dafür war denk ich mal für jeden Selbstfinanzierer klar. Die Studiengebühren waren hier mit knapp € 4.500,- am niedrigsten und die Lebenskosten sind niedriger als an der Ostküste. Nun stellte sich nur noch die Frage wie wir uns bewerben konnten. Irgendwie kamen wir auf das Institut Ranke-Heinemann und nach kurzer Recherche auf der Website entschieden wir uns über das IRH den Papierkram ab zu wickeln. Gesagt getan und Mitte Jänner kam das Angebot eines Studienplatzes an der Edith Cowan University (ECU). Einzig unser Abschluss an der FH konnte uns hier jetzt noch im Weg stehen, aber um das mussten wir uns denk ich mal wirklich keine Sorgen machen.
Nun ging es darum die Details zu planen. Wo wohnen wir, mit welcher Fluglinie fliegen wir, geht es gleich nach Uniende wieder zurück nach Österreich oder schauen wir uns noch etwas Anderes an, etc. Etliche Recherchen und Meetings später hatten wir unseren Flug gebucht, einen Platz im Studentenheim bekommen und die Route für den Trip an der Ostküste geplant. Für die Westküste haben wir keinen Sightseeingplan gehabt, denn in 4 Monaten ist man hier ziemlich flexibel.

Ankunft in Perth
Die Zeit bis zum Abflug am 19.07.2006 verging ziemlich schnell. Fast schon zu schnell in den restlichen Wochen, da noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen waren.
Dann kam der Tag des Abflugs. Nach einem Zwischenstopp in Singapur von etwa 6 Stunden ging es weiter nach Perth wo wir um ca. 15 Uhr Ortszeit ankamen. Nachdem wir unser Gepäck geholt hatten und durch den Quarantänecheck waren ging es auf die Suche nach unserem Abholservice. Die Services die die ECU bietet sind unserer Meinung nach sehr, sehr gut und wir können diese Services nur weiterempfehlen! Angefangen vom Pickupservice bis hin zum beantworten „lästiger“ Fragen war die Mannschaft des International Office an der ECU sehr nett, hilfsbereit und einfach ein Wahnsinn! Aber auch die Leute die sich um das Students Village (Studentenwohnheim) kümmern konnte man mit allen möglichen Fragen löchern und bekam immer eine nette und kompetente Antwort.
Nun gut, soviel zu den Services, zurück zur Ankunft. Nachdem wir unseren Fahrer gefunden hatten (wie alle Australier in Perth sehr nett, hilfsbereit und kommunikativ) ging es nach draußen zum Kleinbus. Wer jetzt glaubt hier hat uns Sommer, Sonne, Meer erwartet täuscht sich gewaltig! Australien ist zwar heiß im Frühling und Sommer, aber bei unserer Ankunft war hier Winter, was soviel heißt wie Regen und ca. 17°. Während der Nacht hatte es teilweise sogar um die 0°. Wer also im australischen Winter hierher kommt sollte unbedingt Pullover und Regenjacke mitnehmen! Auch, wenn es tagsüber bis zu 15° hat kühlt es in der Nacht ganz schön ab.


Unser neues Zuhause – ECU Students Village
Für die Dauer unseres Aufenthaltes hier haben wir uns für die Students Village unser neues Zuhause entschieden. Zum einen wegen der Nähe zur Uni und zum anderen weil es eine recht günstige Lösung ist. Der Hauptgrund war allerdings die Erfahrung mit Leuten aus anderen Ländern gemeinsam in einer WG zu leben. Diese Erfahrung ist wirklich einzigartig und jeder, der vor hat im Ausland zu studieren sollte diese Möglichkeit wahrnehmen!
Sicherlich gibt es auf Grund der Kultur und des unterschiedlichen Backgrounds einige Differenzen zu überwinden, aber rückblickend können wir sagen, es hat viel Spaß gemacht, man lernt leicht und schnell neue Leute kennen und die (anfangs) täglichen Parties hier sind auch nicht zu verachten!
Die Zimmer sind zwar nicht all zu groß, aber ein Bett, Kasten und Schreibtisch passen allemal rein. Für die Zeit hier vollkommen ausreichend und viel Zeit in den Zimmern verbringt man nur während der Nacht zum Schlafen und der Assignment- und Prüfungszeit, denn Perth hat eine Menge an Sehenswürdigkeiten und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten zu bieten. Unser Heimatcampus war Mount Lawley und ist mit dem Bus ca. 15 Minuten vom Central Business District entfernt. Einkaufs-, Fortgeh- und Sportmöglichkeiten sind hier reichlich vorhanden. Gleich neben dem Village gibt es zum Beispiel ein Fitnesscenter (Kosten: AUD 199,- für 4 Monate, also recht günstig zum Vergleich mit Österreich) und eine Menge Parks.
Der Campus und das Students Village sind mit Wireless Access Points ausgestattet und offerieren den Studenten gratis Internetzugang (beachten sollte man hier aber, dass die Uni einige Websites sperrt, eventuell auch Sites die gar keine anstößigen Inhalte haben), da aber die Abdeckung nicht überall gleich gegeben ist und auch die Geschwindigkeit teilweise nicht sehr gut ist, würden wir Breitbandinternet empfehlen. Das kann man sich recht günstig über die Studentsvillage zulegen (10GB pro Monat für AUD 39,-). Damit fällt dann auch die Kommunikation mit den Daheimgebliebenen um einiges leichter und kostengünstiger aus.d

Orientation Week
Die Orientation Week hier an der ECU dient dazu den neuen Studenten einen Einblick in das Leben in und um Perth und einen leichteren Einstieg in das Unileben zu verschaffen. Wir selbst haben den ersten Tag „Living in Perth“ verpasst, da wir an diesem Tag erst angekommen sind. Neben den Veranstaltungen die Einblicke in das Unileben geben (wie referenziere ich richtig, an wen kann ich mich in welcher Situation wenden, etc.) gibt es Veranstaltungen wie das „Great Race“ (eine Art Orientierungslauf durch Perth bei dem man diverse Stationen abgehen und Fragen beantworten muss) oder die International Students Welcome Party um die Mitstudenten aus den anderen Ländern besser kennen zu lernen.

Der erste Tag in Perth CBD
Am Tag nach unserer Ankunft haben wir mit zwei Mitbewohnerinnen die Innenstadt erkundet und die wesentlichsten Einkäufe erledigt. Diese bestanden aus Lebensmitteln und ganz wichtig, eine Wertkarte für unser Handy. Für einsemestrige Aufenthalte hier empfiehlt es sich auf jeden Fall nur eine Wertkarte zu kaufen. Es gibt hier unterschiedliche Anbieter und Tarife. Was man dann schlussendlich nimmt bleibt jedem selbst überlassen. Wir haben uns für Optus entschieden und sind sehr zufrieden mit dem Anbieter.
Perth ist wirklich sehr schön und man findet in den Straßen eine Menge Lokale und Geschäfte und man spürt auch den eigenen, sehr relaxten Lebensstil der Stadt. Wirklich groß ist der Perth CBD nicht gerade. Es stehen halt ein paar Hochhäuser im Financial District und das war es dann auch schon. Die Stadt ist sehr weitläufig und besteht aus einer Menge Suburbs. Ohne ein Fortbewegungsmittel, sprich Auto oder wenigstens ein Rad, ist man hier fast verloren. Grund dafür ist der öffentliche Verkehr. Innerhalb des CBD gibt es so genannte Catbusses die man gratis benutzen kann, aber nur innerhalb des Stadtzentrums verkehren. Wenn man, so wie wir in Mount Lawley, sprich einem Suburb lebt, gestaltet sich die Busfahrt manchmal etwas schwieriger. Sonntags zum Beispiel verkehren die Busse nur stündlich und es kam oft vor, dass wir kurz nach einer Busabfahrt zur Station kamen und 45 Minuten warten mussten. Also am besten einen Busfahrplan zulegen (gratis im Transperth Office) oder die Zeiten auf der Transperth Website checken.
Fahrkarten kann man sich entweder bei jeder Fahrt kaufen oder die empfehlenswertere Variante einen Multirider (ab 2007 Smartrider) zulegen.


Und los geht es mit dem Studentenleben
Das Unileben startet quasi mit dem Enrolment. Hier schreibt man sich in die Fächer ein, die man ausgewählt hat und bekommt dann seinen Stundenplan. Eine Unit besteht meistens aus einem Vortrag und einem Workshop oder Tutorial. Manche Units haben eine Mindestanwesenheitszeit, andere wieder nicht. Man sollte sich auf jeden Fall mit den Vortragenden in Verbindung setzen um schon im Vorhinein zu erfahren, was Einen in den Units erwartet. Das hilft sicherlich bei der Auswahl der Units.
Überlicherweise hat man als Postgraduate 4 Units was einem Umfang von 12 Wochenstunden entspricht. Klingt vielleicht nicht viel, wenn man aber die Vorbereitungszeiten für die Units und die Arbeitszeit an den Assignments miteinbezieht, kommt man schnell auf 30 Wochenstunden.
Unsere Empfehlung Workshops und Tutorial betreffend. Einmal anschauen und man findet schnell heraus ob man diesen Workshop dann noch besuchen sollte. In manchen Units bestehen Workshops zumeist nur aus Diskussion oder Fragen beantworten, was man auch daheim über das Internet machen kann. Da wir beide Kurse in Computer Science absolvieren können wir hier nur für unsere Studienrichtung bzw. Kurse sprechen.
Bei Problemen mit den Units oder Sonstigem kann man sich jederzeit an seine Vortragenden oder das International Students Office wenden, die einem immer hilfreich zur Seite stehen.

Wer hart studiert muss auch hart feiern
Wie man sei Studium und die Freizeit gestaltet liegt an einem selbst. Entweder man macht das Nötigste um den Kurs zu bestehen und widmet sich mehr den Parties und Chill Out Sessions am Strand oder man macht so wie wir, hart studieren und alles aus den Kursen rausholen aber gleichzeitig intensiv die Freizeit und den australischen Lebensstil hier genießen. Wir sind mit dem Ziel nach Australien gekommen neben dem Wissen vor allem unseren Horizont und unsere Mentalität zu bereichern. Australien ist hierfür sicher der optimale Platz.
Parties und Möglichkeiten zum Fortgehen findet man in Perth vor allem in Subiaco, Leederville, Fremantle und Northbridge, aber auch Studentenparties in der Students Village oder am Campus. Ein besonderes Highlight sind auch die Pub Crawls bei denen man mit einem Partybus von Pub zu Pub fährt. Sollte man unbedingt machen!!
Empfehlenswerte Lokale sind die „Bar Bar“ in Subiaco, das „Contacio“ in Scarborough sowie „Mustang“, „The Deen“ und „Black Betty’s“ in Northbridge. Wer günstig fortgehen möchte sollte sich nach den Backpacker Nights erkundigen.

Strand, Essen und Einkaufsmöglichkeiten
Perth hat eine Menge an Stränden, besonders empfehlenswert sind unserer Meinung nach Cottesloe und Scarborough. Cottesloe ist eher ein Touristenstrand, bietet aber gute Lokale und Strandsportmöglichkeiten. Scarborough hingegen ist der Teenager- und Surfertreff. Hier kann man sich auch günstig Surfboards ausborgen oder eine Surfstunde absolvieren. Für den Hunger zwischendurch empfiehlt sich das „Star Fish“, ein kleines und günstiges Fish & Chips Lokal gleich in Strandnähe.
Für den großen Hunger gibt es in Perth zahlreiche Möglichkeiten diesen zu stillen. Angefangen von den Food Courts bis hin zu Sizzler, einem „All you can eat“ Lokal wie in den Staaten, gibt es hier alles. Empfehlen können wir neben Sizzler auch noch die Pizzeria „Fantastico“ in Subiaco gleich bei der Trainstation, den Italiener „Vino Vino“ in Northbridge und das mexikanische Restaurant „Little Mexican Place“ in North Perth“.
Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel und Co gibt es bei Woolworths, Coles und IGA. Welche Supermarktkette man nimmt bleibt jedem selbst überlassen, die Preise sind ziemlich gleich. Aufpassen sollte man bei Obst und Gemüse welches im Vergleich zu Österreich teuerer ist. Hier empfiehlt es sich nach Subiaco oder Fremantle zu fahren und einen der Märkte dort zu besuchen (Donnerstag bis Sonntag). Die Preise dort sind um einiges günstiger als im Supermarkt und das Obst und Gemüse ist auch frischer.

Expedition Westaustralien
Neben in Perth selbst haben wir eine Menge um Perth und an der Westküste Richtung Norden gesehen. Neben selbst organisierten Trips sollte man unbedingt Trips die vom Students Housing Office angeboten werden wahrnehmen, da diese meist sehr günstig sind und man sich um fast nichts kümmern muss.
Empfehlenswert in WA ist Penguin Island, Rottnest Island, Wave Rock (Vorsicht vor der langen Fahrzeit von 8 Stunden), Exmouth, Monkey Mia, Swan Valley, Margaret River, etc.
Während dieser Trips lernt man eine Menge über Australien, die Tiere und sieht die unterschiedlichsten Landschaften. Sollte man auf keinen Fall verpassen!

Life Down Under
Das Leben hier in Perth ist um einiges entspannter als in Europa. Der Spruch „Easy goin’ mate“ wird hier 24 Stunden am Tag praktiziert. Nirgendwo findet man wirklich gestresste Leute. Ganz im Gegenteil, die Aussis verstehen es das Leben von der angenehmen Seite zu sehen, es zu genießen und einfach nur den Moment zu leben. Und wir können nur sagen, es ist ansteckend! Keiner raunzt, wie wir Österreicher so sagen, wenn etwas mal nicht passt, sondern akzeptiert es wie es ist und macht das Beste daraus.
Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit sind zwei Aspekte, die das Land, und besonders WA, auszeichnen. Man kann hier jeden Menschen auf der Strasse einfach anreden und Sachen fragen, die Leute helfen gerne weiter. Auch untereinander sind die Aussis extrem freundlich. So ist es hier üblich sich beim Aussteigen aus dem Bus vom Busfahrer mit einem „Thanks“ zu verabschieden.
Aber nicht nur den australischen Lebensstil kann man hier inhalieren. Durch die Nähe von WA zu Asien sind hier viele Asiaten an zu treffen, was die Leute, das Flair und auch teilweise das Stadtbild noch interessanter macht.

Unsere Meinung
Der Schritt für ein Semester nach Australien zu gehen war mit Sicherheit der Richtige den wir keine Sekunde bereuen werden. Wir haben in diesem halben Jahr so viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse gewonnen, die uns keiner mehr nehmen kann. Das Leben hier ist einfach unkompliziert, einfach und ermöglicht einem sehr viel neue Bekanntschaften mit Leuten aus aller Welt zu schließen. Das Studium war trotz unseres Backgrounds sehr lehrreich und hilfreich für eine weitere Berufskarriere. Die Erfahrungen werden mit Sicherheit noch sehr wertvoll für die Zukunft sein. Leider Gottes ist die Zeit viel zu schnell vergangen weswegen man doch ein wenig traurig sein muss das Land schon wieder zu verlassen. Wir sagen jedoch nicht goodbye forever, denn wir werden mit Sicherheit das Land zu einem anderen Zeitpunkt wieder bereisen.

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© by Institut Ranke-Heinemann - Studium/Studieren in Australien und Neuseeland, 2010