Gerade bin ich mit dem Fahrrad am Rhein entlang von Köln nach Bonn gefahren. Völlig durchgeschwitzt liege ich nun am Ufer und versuche, dir einen brauchbaren Erfahrungsbericht zu schreiben. Die Verbindung zu Australien fällt mir eigentlich nicht schwer: Geschwitzt habe ich dort auch oft, aber genauso oft auch gefroren – das zum Thema, welche Klamotten du mitnehmen sollst. Falls du gerade auf deinem Koffer sitzen solltest und ihn nicht zubekommst: Pack die Hälfte wieder aus! Du willst doch in Downtown Melbourne auch mal shoppen geh’n, oder?
Aber soweit ist es ja noch nicht, du bist ja im Moment sicher noch in Deutschland. Bestimmt hast du genug Zeit für die Vorbereitungen eingeplant (ein halbes Jahr kam mir etwas knapp vor, selbst wenn man die meiste Zeit nur auf irgendetwas wartet!). Sicher fragst du auch überall zweimal nach, ob dir die Scheine auch wirklich anerkannt werden, deine Haftpflicht auch in Australien eine heruntergefallene Vase ersetzt und so weiter und so fort.
Aber nun bist du endlich da, sicher auch mit dieser seltsamen Mischung aus Unsicherheit und Vorfreude. Am Flughafen schnüffeln erst mal Hunde an deinem Gepäck herum. Sie suchen nicht nach Drogen, sondern nach Essen! Dummerweise hatte meine damalige Freundin mir heimlich noch einen kleinen Kuchen eingepackt, was ich erst fünf Uhr morgens in der Quarantänestation des Melbourner Flughafens erfuhr. Das hätte beinahe richtig Ärger gegeben! Also: Beachte die Einreisebestimmungen!
Als das geschafft war, konnte das Abenteuer beginnen! Und dazu kann ich eigentlich nicht viel schreiben, es war eben ‚unbeschreiblich’! Nur soviel: Nur keine Sorge vor dem Start in Australien. Vom Flughafen bis zum ersten Seminar wurde ich von einer netten einheimischen Kommilitonin beinahe schon ‚überbetreut’! Mit Erfolg: nach zwei Stunden hatte ich bereits ein neues Handy und nach zwei Tagen ein tolles Zimmer in Uninähe, ohne mir hierüber in Deutschland irgendwelche Gedanken gemacht zu haben. Und alle anderen Formalitäten haben wir nebenbei auch noch erledigt. Es wird dir also fast alles abgenommen, nur deine Freundin oder deinen Freund musst du schon selber vermissen. Aber keine Sorge, ich bin wirklich ein eher zurückhaltender Mensch, doch spätestens nach vier, fünf Tagen hatte ich genug Freunde gefunden…
Vielleicht noch ein paar praktische Infos in Kurzform:
Sonnencreme: Ist wirklich so wichtig, wie man immer hört. Selbst wenn die Sonne nicht scheint, kann man nach einer halben Stunde einen Sonnenbrand haben!
Auto mieten: Es lohnt sich, die ‚Yellow Pages’ genau durchzuschauen, da es jenseits der großen Firmen wirklich gute Angebote gibt!
Spinnen & Co: Tja, keine Ahnung, ich habe nie eine von den angeblich tellergroßen Viechern gesehen!
Seminare: Lass dir auf keinen Fall ein Seminar zu Australien entgehen!
Ernährung: Pass auf! Es gibt fast nur 250g-Tafeln Schokolade! Und Känguru-Fleisch ist nicht nur gesund, sondern auch lecker.
Bankkonto: Also ich hab keins gebraucht, die ec-Karte hat’s auch getan. Eine Kreditkarte dagegen ist sehr praktisch.
Aber nun gut, du sollst ja auch noch selbst genug zum Entdecken haben; ich wünsch dir jedenfalls viel Spaß und alles Gute in Australien!