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Erfahrungsbericht: Study abroad an der University of Adelaide

1. Einleitung
Dieser Bericht soll eine kleine Hilfe für alle darstellen, die einen Teil ihres Studium im Ausland und insbesondere an der University of Adelaide (UA), Australien, verbringen möchten.

2. Bewerbung und Vorbereitungen:
Nur etwa vier Wochen nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen zum Institut Ranke-Heinemann nach Essen gesandt hatte, habe ich auch schon die Confirmation-of-Entrolment (CoE) der UA erhalten. Der Antrag auf ein Student Visa, die Einschreibung in die Kurse, die Frage der geeigneten Unterkunft in Adelaide, das Arrangieren des Airport-Pick-Up und sonstige Reisevorbereitungen nehmen zwar einige Zeit in Anspruch, wirklich falsch machen kann man aber eigentlich nichts.
Insgesamt wird man durch das Institut Ranke-Heinemann in allen Belangen umfassend und vor allem schnell betreut. In meinem Fall hat die Universität vergessen mir meine Matrikelnummer zukommen zu lassen, die ich für die Einschreibung in die Kurse benötigt habe, auch das wurde aber dank Ranke-Heinemann innerhalb eines Tages gelöst.

3. Accommodation:
Ich habe mich vorwiegend aus Gründen der Bequemlichkeit dafür entschieden in der University of Adelaide Village zu wohnen. Das ist meiner Meinung auch die absolut beste Alternative für jeden, den die viel zu hohe Miete nicht stört. Accommodation für ein Semester kostet unglaubliche 3000 Euro dort. Dafür kann man allerdings auch einige Vorteile in Anspruch nehmen:
- Die Village ist die eindeutig bequemste Alternative, man erspart sich temporary accommodation, nervige Wohnungssuche in Adelaide und wird direkt vom Flughafen zur Village gebracht.
- Man lebt direkt in nächster Nähe mit den Leuten, mit denen man sein Semester, die Abende und die Vorlesungen verbringt. Als Grundregel gilt: Fast alle „Ausgeh-Abende“ unter den International Students starten in der Village.
- Die Village ist relativ zentral gelegen. Man ist schnell in der Innenstadt und im Central Market, den ich in Deutschland sehr vermissen werde.
- Die Leute in der Rezeption sind absolut nett, freundlich und helfen gerne bei allen kleinen Problemchen.
Das einzige worauf ich eben eindringlich hinweisen möchte ist der Preis. Zusätzlich zu der beschriebenen Miete fallen noch Extrakosten für Internet, Waschen, und Bettzeug an.
Alternativ würde ich empfehlen, eine Wohnung in Glenelg, sprich am Strand, zu suchen. Glenelg ist wohl der attraktivste Teil Adelaides, mit dem Strand, dem Partyleben und den Cafes vor allem am Jachthafen. Accomodation hier kostet etwa 60% von dem was man in the Village zahlen müsste.

4. Studium:
Es empfiehlt sich, sich möglichst frühzeitig, also am besten sofort wenn die Vorlesungen und deren Zeiten feststehen, für die entsprechenden Kurse einzuschreiben. Nur so ist garantiert, dass man auch einen Platz zu den gewünschten Vorlesungs- und Tutorienzeiten bekommt.
Ich habe ausschließlich undergraduate Kurse in Commerce, sprich BWL, belegt. Vom Niveau dieser Kurse war ich allerdings eher enttäuscht. Im Vergleich zur deutschen Lehre hangelt man sich hier praktisch ausschließlich an einem Textbook entlang, ähnlich wie in Deutschland an der Schule – akademisches Lernen findet leider nur begrenzt statt. Auch die Lektoren haben nicht die akademische Reputation wie ich das von meiner Heim-Universität gewohnt bin, es lehrt zum Beispiel nur ein Professor an der School of Commerce and der UA. Mit Abstrichen kann ich nur den Kurs „Strategic Management III“ empfehlen.
Auch der Workload hält sich in Grenzen, unter dem Semester ist es vielleicht etwas mehr als gewohnt, da einige Assignments geschrieben werden müssen, dafür hält sich der Lernaufwand für die Final Exams in Grenzen.

5. Die Stadt Adelaide:
Im Großen und Ganzen kann man in Adelaide sehr gut leben, klar ist aber auch, dass Melbourne und Sydney eine deutlich andere Liga sind. Adelaide bietet mit Glenelg eine schönen Strand, ein annehmbares und vor allem preiswertes Nachtleben und einige schöne andere Ecken. Die zwei Zentren der Stadt, Glenelg und die City, sorgen für ständige Abwechslung, es ist somit schwerer von der Stadt gelangweilt zu werden. Besonders hervorheben möchte ich noch, dass Taxis sehr billig sind und man in den meisten Pubs und Clubs keinen Eintritt bezahlt.

6. Australien:
In einem Wort: Phantastisch. Man weiß nicht wo man anfangen und wo man aufhören soll herumzureisen, es gibt so viel zu sehen. Die Weltstädte Sydney und Melbourne sind großartig, bieten praktisch alles was man sich vorstellen kann, und außerhalb dessen gibt es unzählige wirklich malerische und paradiesische Küsten, Buchten und Inseln überall auf dem Kontinent. Der limitierende Faktor ist hier eindeutig das Geld, sonst sollte man sich eigentlich unbedingt alles anschauen, inklusive Neuseeland und den Fiji Inseln.
Die Australier sind so offenherzig, freundlich und zuvorkommend, dass man zum Teil fast schon beschämt ist in Anbetracht all der Gastfreundschaft.

7. Fazit:
Ein Auslandssemester in Adelaide ist fast uneingeschränkt empfehlenswert, auf jeden Fall eine einmalige Erfahrung und bietet die Chance viele neue Freunde zu gewinnen sowie Australien nicht nur zu besuchen sondern auch zu erfahren.

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© by Institut Ranke-Heinemann - Studium/Studieren in Australien und Neuseeland, 2010